Mischkalkulation im Service überdenken

Autor / Redakteur: Holger Zietz / Christoph Baeuchle

Das Kfz-Gewerbe in Bayern steht gut da. Damit dies auch in Zukunft so bleibt, regte der im Amt bestätigte Präsident Klaus Dieter Breitschwert neue Strategien an.

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Im Amt bestätigt: Klaus Dieter Breitschwert.
Im Amt bestätigt: Klaus Dieter Breitschwert.
(Foto: Zietz)

Zwar läuft es für die bayerischen Kfz-Betriebe gut, doch Präsident und Landesinnungsmeister Klaus Dieter Breitschwert warnte im Rahmen der Mitgliederversammlung vor einer Eintrübung. „Die Händler verkaufen natürlich kaum Autos in die Krisengebiete, aber eine schlechte Stimmung sorgt für Kaufzurückhaltung im Inland“, sagte Breitschwert vor 66 Delegierten in Straubing. Mit Blick auf die verschiedenen Krisenherde ist sich das bayerische Kfz-Gewerbe durchaus bewusst, dass die Weltpolitik wesentlichen Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland hat.

Breitschwert sieht auf die Branche neue Herausforderungen zukommen. Höhere Kosten beispielsweise für Personal würden auch zu höheren Preisen führen. Hier gilt es aus Sicht des Präsidenten, genau zu kalkulieren und die Strategie zu überdenken. Man könne Kunden, die ihre Teile selbst mitbringen, nicht die gleichen Preise bieten wie anderen Kunden.

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Die Politik forderte Breitschwert auf, die entsprechenden Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Kfz-Betriebe erfolgreich wirtschaften können. „Wir wollen keine Almosen oder finanziellen Zuwendungen vom Staat“, stellte der Präsident klar.

Das brauchen die Betriebe im laufenden Jahr auch nicht, denn die Gesamtentwicklung ist besser als 2013. Die Neuwagenverkäufe liegen rund 4 Prozent über dem Vorjahr, allerdings könnte die Nachfrage von Privatkunden etwas stärker sein. Im laufenden Jahr rechnet der Landesverband weiterhin mit rund einer Millionen Besitzumschreibungen in seinem Gebiet.

Unterm Strich liegt der Automarkt in Bayern im europäischen Vergleich an sechster Stelle. Entsprechend selbstbewusst ist man im Freistaat. Die sieben bayerischen Innungen haben mehr als 170 hauptamtliche Mitarbeiter. „Damit können wir unsere Stimme klar und deutlich gegenüber der Politik, den Herstellern und der Gesellschaft erheben“, betonte Breitschwert. Die Bayern appellieren an die Politik, die Eigenverantwortung der Innungen weiter zu stärken; Selbstverwaltung sei das Erfolgsrezept.

Den Erfolg des Kfz-Gewerbes im Freistaat honorierten die Delegierten bei den satzungsgemäßen Vorstandswahlen. Breitschwert, seit 2005 Präsident und Landesinnungsmeister, wurde in einer geheimen Wahl mit 63 von 66 Stimmen im Amt bestätigt.

Honoriert wurde auch der Einsatz seiner Stellvertreter: Sowohl Albert Vetterl (Bereich Handel) als auch Günter Friedl (Bereich Tankstelle) wurden im Amt bestätigt. Neu im Vorstand ist Marcus Eisner, der zum stellvertretenden Vorsitzenden des Fachbereichs „Handel“ gewählt wurde. Als stellvertretenden Landesinnungsmeister wählte die Versammlung erneut Hans Medele. Christian Hirschmann ist der neue Vertreter der Fachgruppe „Freie Werkstätten“.

Den Vorstand ergänzen: Roland Hoier (Obermeister Kfz-Innung Unterfranken), Alois Huber (Obermeister Kfz-Innung Schwaben), Michael Krammer (Obermeister Kfz-Innung Niederbayern), Rudolf Angerer (Vorstandsvorsitzender Kfz-Innung Oberpfalz), Karl-Heinz Breitschwert jun. (Obermeister Kfz-Innung Mittelfranken), Karl Burghardt (stellv. Obermeister Kfz-Innung München-Oberbayern) und Andreas Tröger (Obermeister Kfz-Innung Oberfranken).

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