Feuchtigkeit in Freizeitfahrzeugen Mit der Nase voran

Von Peter Diehl

Modriger Geruch im Freizeitfahrzeug eines Kunden? Der Verdacht eines Feuchtigkeitsschadens liegt nahe. Nun geht es darum, den Schaden zu identifizieren und zu verifizieren. Ein komplexes und für viele Kfz-Betriebe neues Thema.

Feuchtigkeitsschäden sind an Freizeitfahrzeugen keine Seltenheit. Diese Rahmenleiste war längere Zeit Nässe ausgesetzt.
Feuchtigkeitsschäden sind an Freizeitfahrzeugen keine Seltenheit. Diese Rahmenleiste war längere Zeit Nässe ausgesetzt.
(Bild: CGF)

Unter den Sammelbegriff der bewohnbaren Freizeitfahrzeuge fallen Wohnmobile ebenso wie Wohn- und Campinganhänger. Insbesondere bei den Wohnmobilen existiert neben den professionell hergestellten Fahrzeugen eine nicht zu unterschätzende Zahl von Eigenbauten auf Basis von Transportern mit Kastenaufbau. Sie alle haben häufig ein gemeinsames Problem: Feuchtigkeitsschäden. Denn viele ihrer Aufbau- und Ausbaumaterialien sind feuchtigkeitsempfindlich. Angesichts anhaltend hoher Neuzulassungen und des Trends in Kfz-Handel und -Service, sich auch mit Freizeitfahrzeugen zu beschäftigen, erscheint es notwendig, auf diesem Gebiet Know-how zu erlangen.

Feuchtigkeitsschäden können viele Ursachen haben. Infrage kommen undichte Dachluken, Fenster und Türen sowie Leisten und Kanten. Ebenso Außenhautschäden, die unrepariert blieben, und der Mensch. „Nicht selten werden Polster und Gardinen in Folie eingeschweißt, um sie vor Schmutz und Beschädigung zu schützen. In Freizeitfahrzeugen dienen Textilien jedoch auch zur Aufnahme von menschlicher Ausdünstung“, erklärt Reinhard Audorf, erster Vorsitzender des Caravaning Gutachter Fachverbands e. V..