Moderne Technik macht Lichttest aufwendig

Autor / Redakteur: Holger Zietz / Andreas Grimm, Andreas Grimm

Der Landesverband Hessen hat auf seiner Mitgliederversammlung ein Problem moderner Technik identifiziert. Der kostenlose Lichttest für LED- und Laserlicht ist extrem aufwendig.

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Was tun mit dem Laserlicht? Für Kfz-Betriebe ist die kostenlose Überprüfung im Rahmen der Licht-Test-Wochen dauerhaft kaum zu leisten.
Was tun mit dem Laserlicht? Für Kfz-Betriebe ist die kostenlose Überprüfung im Rahmen der Licht-Test-Wochen dauerhaft kaum zu leisten.
(Foto: BMW)

Der Landesverband Hessen hat auf seiner diesjährigen Mitgliederversammlung im Kloster Morschen bei Melsungen mehrere aktuelle Themen aufgegriffen, die die Zukunft und Leistungssicherung des Kfz-Gewerbes betreffen. Der Verband trägt nach eigenen Angaben derzeit die Verantwortung für 4.400 Mitgliedsbetriebe mit 42.000 Beschäftigten. Diese erwirtschafteten zuletzt einen Jahresumsatz von 16 Milliarden Euro. Rund 6.500 Azubis werden zwischen Kassel und der Bergstraße ausgebildet.

Einem sehr aktuellen Thema widmete sich ZDK-Präsident Jürgen Karpinski, der zugleich langjähriger Präsident des Kfz-Gewerbes in Hessen ist. Er forderte einen jährlichen Pflichttest der Lichttechnik von Fahrzeugen mit LED- oder Laserlicht. Eine Überprüfung der Beleuchtung dieser Fahrzeuge könne nicht mehr kostenfrei geschehen, da der Aufwand deutlich höher ausfalle als bei Fahrzeugen mit herkömmlicher Lichttechnik.

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Der Zeitaufwand könne schnell 30 bis 40 Minuten pro Fahrzeug bedeuten. Notwendige Messeinrichtungen kommen kostenmäßig hinzu. Ein Pflichttest vor der dunklen Jahreszeit sei jedoch aus Sicherheitsgründen geboten, denn bisher liege die Mängelquote der Fahrzeuge mit konventioneller Beleuchtung bei rund 30 Prozent. Der Lichttest sei zudem ein wichtiges Instrument für Kontakte zwischen Betrieb und Kunde.

Eine weitere Verbandsaufgabe ist für den Präsidenten die Stärkung des Handels. Ob sich am System der Vertragshändler etwas ändern werde, könne nur in enger Zusammenarbeit zwischen Handel und Hersteller festgelegt werden, ist sich Karpinski sicher. Es gebe viele Möglichkeiten, ob nun Vertragshandel, Franchisenehmer oder Agentur.

Dass sich durch den Schulterschluss von Handel und Herstellern etwas bewegen kann, habe sich beim Suchmaschinenmarketing gezeigt: Inzwischen werde auf Suchanfragen bei den meisten Marken zuerst der Hersteller und dann die jeweiligen Händler in der Region des Suchenden ausgegeben.

In puncto Service erinnerte Karpinski an dessen Bedeutung als Ertragssäule der Betriebe. Er warnte davor, vom Kunden angelieferte Teile ohne Aufklärung des Kunden einzubauen. „Natürlich ist die Haftungsfrage klar geregelt.“ Aber welcher Kunde sieht es ein, wenn für das schadhafte Teil der Kunde auch selbst haftet. Hat da nicht vielleicht doch die einbauende Werkstatt einen Fehler gemacht? Die qualitativ erstklassigen Ersatzteile aus dem Kfz-Meisterbetrieb müssen für den Kunden ein klares Argument für die Werkstatt sein.

Vom Landesverband für die ersten drei Plätze beim praktischen Leistungswettbewerb der Azubis in Hessen wurden die Innungen Frankfurt Main-Taunus (1.Platz), Waldeck-Frankenberg (2.Platz) und Fulda (3.Platz) ausgezeichnet. Beim Wettbewerb der Handwerksjugend belegte die Innung Darmstadt den ersten Platz unter den Automobilkaufleuten.

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