Wallbox-Förderung Neuerliche Förderung könnte nur bis Jahresende reichen

Autor: Doris Pfaff

Mit weiteren 300 Millionen Euro hat der Bund den ausgeschöpften Fördertopf für die Errichtung privater Wallboxen aufgefüllt. Das hatten die Autoverbände und das Kfz-Gewerbe gefordert, weil sie befürchteten, die Nachfrage der Kunden an E-Autos könne ins Stocken geraten.

Firma zum Thema

Die Möglichkeit, sein Auto privat laden zu können, ist für den Hochlauf der E-Mobilität entscheidend, findet die Autobranche. Sie begrüßt deshalb die Aufstockung entsprechender Fördermittel durch den Bund.
Die Möglichkeit, sein Auto privat laden zu können, ist für den Hochlauf der E-Mobilität entscheidend, findet die Autobranche. Sie begrüßt deshalb die Aufstockung entsprechender Fördermittel durch den Bund.
(Bild: ProMotor)

Nachdem die Gelder zur Förderung privater Wallboxen zum zweiten Mal erschöpft waren, hatte sich der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) Anfang Juli an das zuständige Bundesverkehrsministerium gewandt und darum gebeten, das KfW-Programm schnell mit zusätzlichen Mitteln auszustatten. Wegen der großen Nachfrage war der inzwischen mit 500 Millionen Euro gefüllte Topf schnell geleert.

Nun sagte das Ministerium eine Aufstockung zu. „Es ist natürlich zu begrüßen, dass so kurzfristig der Fördertopf um weitere 300 Millionen Euro aufgestockt worden ist. Somit kommt der Ausbau der privaten Ladeinfrastruktur nicht ins Stocken. Dies war auch eines unserer Anliegen“, sagte Marcus Weller aus der ZDK-Abteilung Betriebs-, Volkswirtschaft und Fabrikate. Allerdings befürchtet er, dass die Fördermittel nicht lange ausreichen. „Bei der aktuellen Nachfrage nach Elektrofahrzeugen könnten auch diese 300 Millionen Euro zum Ende des Jahres aufgebraucht sein“, so Weller.

Auch der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) begrüßte die Aufstockung. „Neben einer leistungsfähigen öffentlichen Ladeinfrastruktur ist es für Käufer von Elektrofahrzeugen entscheidend, möglichst oft zu Hause laden zu können. Sie benötigen daher auf dem privaten Stellplatz eine Wallbox, die ein sicheres und zügiges Laden ermöglicht“, sagte VDIK-Präsident Reinhard Zirpel.

Das Programm des Bundesverkehrsministeriums zur Förderung privater Ladeinfrastruktur startete im November. Seither hat die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) Anträge zur Förderung von 600.000 privat genutzten Ladepunkten bewilligt.

(ID:47525514)

Über den Autor

 Doris Pfaff

Doris Pfaff

Redakteurin bei »kfz-betrieb«, Ressort Verbände & Politik