Skoda Rückrufe Nicht nur Lenkungs-, sondern auch Airbag-Rückruf

Von Niko Ganzer 2 min Lesedauer

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Auch die Partnerbetriebe der Tschechen müssen viele Befestigungsschrauben an Lenkgetrieben tauschen, nämlich insgesamt über 1,7 Millionen Stück. Und nicht nur das: auch das leidige Thema der Takata-Airbags steht wieder an.

Neben weiteren Modellen ist auch der Superb von beiden jetzt bekannt gewordenen Skoda-Aktionen betroffen.  (Bild:  Skoda)
Neben weiteren Modellen ist auch der Superb von beiden jetzt bekannt gewordenen Skoda-Aktionen betroffen.
(Bild: Skoda)

Skoda Deutschland hat nun Details zum kürzlich bekannt gewordenen Lenkungs-Rückruf bekannt gegeben. Wie ein Sprecher des Importeurs erklärte, umfasst die Aktion über 1,7 Millionen Autos weltweit, davon 370.879 in Deutschland. Konkret betroffen seien der Superb II-IV, Octavia III und IV, sowie Kodiaq, Kodiaq II und Karoq aus unterschiedlichen Produktionszeiträumen zwischen der elften Kalenderwoche 2015 und KW 8/2026.

Der Sprecher bestätigte die bereits von VW bekannte Problematik und auch die wahrscheinlichste Situation eines Lenkungsgehäusebruchs: „Vorliegende Fahrversuche sowie Erkenntnisse aus Kundenrückmeldungen deuten darauf hin, dass ein solcher Fall aufgrund der dabei erforderlichen erhöhten Lenkkräfte mit hoher Wahrscheinlichkeit nur bei Rangier- oder Parkmanövern auftreten könnte“.

Die Planungskalkulation zur Abwicklung des Rückrufs mit der internen Kennung „48LS“ belaufe sich auf zwei Stunden, hieß es weiter. Die reine Reparaturzeit liege bei etwa 30 Minuten. Zum Aktionsbeginn blieb der Sprecher vage: sie beginne „zeitnah“, sagte er. Vor allem die zu Beginn der Aktion in die Vertragsbetriebe kommenden Kunden müssen sich wie berichtet aufgrund der nicht ausreichend zur Verfügung stehenden korrosionsresistenteren rechten Befestigungsschraube des Lenkgetriebes auf einen zweiten Werkstattbesuch einstellen.

Doch nicht nur mit diesem Mega-Rückruf dürfen sich die Vertragspartner von Skoda in den nächsten Wochen herumschlagen: auch die Folgen des Takata-Debakels stehen wieder auf der Agenda: Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) vermeldete Anfang September einen weiteren Aktionscode („69PC“), der den Austausch des Fahrerairbags in weltweit 77.360 Fabia, Rapid, Yeti, Octavia, Superb, Citigo, Kodiaq und Roomster aus dem Bauzeitraum 23. Mai 2016 bis 7. Dezember 2017 in Aussicht stellt. Zuletzt waren die lebensgefährlichen Gasgeneratoren vor etwa zwei Jahren Thema.

Takata-Rückruf: Unterschiedliche Aussagen zum Umfang

Die Deutschlandzahlen zu dieser Aktion gehen zwischen der Behörde und dem Unternehmenssprecher deutlich auseinander: Während Letzterer von „aktuell 1.627 FIN“ sprach, nennt Flensburg 7.925 betroffene Einheiten. Inkludiert sind dem Sprecher zufolge Citigo, Fabia II, Fabia III, Octavia III, Superb II, Superb III, Yeti und Rapid aus verschiedenen Bauzeiträumen zwischen KW 21/2016 bis KW 5/2018. Das KBA nennt zusätzlich noch Kodiaq und Roomster und für diese ein engeres Produktionsfenster vom 23. Mai 2016 bis 7. Dezember 2017.

Markenmonitor 2026

Vertriebsnetze – Die Stimmung bessert sich leicht

Der Markenmonitor 2026 zeigt eine leichte Besserung der Händlerzufriedenheit.
(Bildquelle: VCG)

Die Skoda-Partner sind am zufriedensten, in den Citroën- und Opel-Netzen brennt der Baum. Der Markenmonitor 2026 des Instituts für Automobilwirtschaft (IfA) bringt deutliche Stimmungsunterschiede in den Vertriebsnetzen zutage. Erstmals mit dabei sind die chinesischen Fabrikate BYD, Great Wall, MG und Xpeng. Was gut läuft im Handel und in welchen Bereichen noch Entwicklungspotenzial besteht, zeigt eine Analyse der Markenmonitor-Daten – durch Grafiken anschaulich aufbereitet. Die Ergebnisse zur Gemütslage des Handels in 32 Vertriebsnetzen finden Abonnenten im Online-Dossier Markenmonitor.

Nach Durchführung der etwa eine halbe Stunde dauernden Arbeiten sei im (digitalen) Serviceplan unter „Eintragungen der Werkstatt“ die Erledigung der Maßnahme „69PC“ zu dokumentieren, so der Sprecher. Unklar blieb bislang, ob die einbestellten Fahrzeuge Importmodelle aus klimatischen Risikogebieten sind oder durchgehend in Deutschland zugelassene Modelle. Bekanntlich hat dies einen Einfluss auf die Schadenswahrscheinlichkeit. Diese und weitere Infos erhalten Kunden und ihre Servicebetriebe (hoffentlich) unter der Rufnummer 0800 / 442 4244. Weiterhin existiert für die Takata-Rückrufserie eine eigene FIN-Abfrage im Internet.

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