Niedersachsen-Bremen: Landespräsident Karl-Heinz Bley im Amt bestätigt

Zahlreiche Herausforderungen

| Autor: Timo Schulz

Wiedergewählt: Karl-Heinz Bley, Präsident Kfz-Gewerbe Niedersachsen-Bremen.
Wiedergewählt: Karl-Heinz Bley, Präsident Kfz-Gewerbe Niedersachsen-Bremen. (Bild: Promotor/nds)

Klares Votum für das Führungsteam des Kfz-Gewerbes Niedersachsen-Bremen: Sowohl das Präsidium des Kfz-Landesverbands Niedersachsen-Bremen als auch den Vorstand des Landesinnungsverbands Niedersachsen des Kfz-Techniker-Handwerks haben die Teilnehmer der Delegiertenversammlung im Amt bestätigt. Der einstimmige Vertrauensbeweis stärke die personelle Kontinuität in den nächsten Jahren, teilte das Kfz-Gewerbe Niedersachsen-Bremen mit. Dies sei in einer Zeit wachsender Herausforderungen für das Kraftfahrzeuggewerbe eine wichtige und stabile Basis.

Kritik übte der wiedergewählte Präsident Karl-Heinz Bley im Rahmen seines Tätigkeitsberichts an einem Mindestlohn für Azubis. „Aus meiner Sicht bleibt die gesetzliche Festlegung einer Mindestausbildungsvergütung ein schwerer Eingriff in die gelebte Betriebs- und Tarifautonomie“, sagte Bley. Sie werde gerade die kleinen Kfz-Meisterbetriebe in strukturschwachen Regionen in besonderem Maße belasten.

Mitglieder des Führungsteams vom Kfz-Gewerbe Niedersachsen-Bremen: (v. li.) Geschäftsführer Christian Metje, Arnulf Winkelmann, Präsident Karl-Heinz Bley, Hans Jörg Koßmann, Markus Ahrens, Lothar Freese, Ludwig Südbeck und Thomas Schacht.
Mitglieder des Führungsteams vom Kfz-Gewerbe Niedersachsen-Bremen: (v. li.) Geschäftsführer Christian Metje, Arnulf Winkelmann, Präsident Karl-Heinz Bley, Hans Jörg Koßmann, Markus Ahrens, Lothar Freese, Ludwig Südbeck und Thomas Schacht. (Bild: Promotor/nds)

Diese Regelung, die völlig losgelöst von der Lohn- und der wirtschaftlichen Entwicklung sei, werde vor allem durch den Stufenplan zu deutlichen Belastungen führen. Es sei allerdings zu begrüßen, dass durch eine Übergangsregelung die neuen Maßgaben nicht auf die laufenden Ausbildungsverträge angewendet werden sollen.

Ein weiteres „Ärgernis hoch drei“, so Bley, bleibe der Themenkomplex Deutsche Umwelthilfe, kurz DUH, und deren Abmahnungen. Denn der Bundesgerichtshof (BGH) werde vermutlich die umstrittene Abmahnpraxis durch die Deutsche Umwelthilfe nicht unterbinden. Dennoch gebe es Hoffnung durch einen aktuellen Kabinettsbeschluss, der zu „einem probaten Schutzschild für unsere Betriebe“ werden könne. Bley sagte, die Bundesregierung mache Ernst im Kampf gegen Abmahnzocker. Man müsse aber abwarten, was im Detail dann auch in Gesetzesform verabschiedet werde.

Bley ging auch auf die Entwicklung der Elektromobilität ein und warnte in diesem Zusammenhang vor einer Verunsicherung der Autofahrer durch die verschiedenen Untersuchungen und Studien. Das Kfz-Gewerbe bleibe hinsichtlich der Frage der zukünftigen Antriebe bei seinem Standpunkt, nämlich der Forderung nach Technologieoffenheit.

Ein wichtiges Thema sprach der designierte Geschäftsführer der ZDK-Abteilung Technik Sicherheit und Umwelt an. Werner Steber stellte das Qualitätsmanagementsystem vor, welches derzeit vom Bundesinnungsvorstand aufgebaut wird und das noch von der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) akkreditiert werden soll.

Der ehemalige Präsident des Deutschen Fußballbunds (DFB), Reinhard Grindel, referierte zum Thema: „Die gesellschaftliche Bedeutung des Fußballs“. Er hob hervor: „Der Fußball schafft Orte für Gemeinschaft. Gerade angesichts der Globalisierung sind Vereine heutzutage als Stätten der Heimat und der Orientierung besonders gefragt.“ Er appellierte an die Betriebe, ihre Mitarbeiter in ehrenamtlichen Tätigkeiten zu unterstützen.

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