Opel setzt auf Bundesliga-Sponsoring

Autor / Redakteur: Jens Rehberg / Jens Rehberg

Der Rüsselsheimer Autobauer will sein derzeitiges Engagement im deutschen Spitzenfußball als Teil einer langfristigen Marketing-Strategie verstanden wissen. Opel hat damit Erfolg.

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FSC-Trainer Christian Streich (links) und „Kicker“-Herausgeber Rainer Holzschuh.
FSC-Trainer Christian Streich (links) und „Kicker“-Herausgeber Rainer Holzschuh.
(Foto: Rehberg)

Der Rüsselsheimer Autobauer will sein derzeitiges Engagement im deutschen Spitzenfußball als Teil einer langfristigen Marketing-Strategie verstanden wissen. „Opel ist volksnah, sportlich und technisch auf hohem Niveau – genau wie der Fußball von heute“, sagte Marketing-Vorstand Tina Müller anlässlich eines Pressegesprächs zur Rolle des deutschen Fußballs in Europa am Donnerstag in Rüsselsheim. Beim Aufbau der Marke würde dieses Engagement Opel Rückenwind verschaffen. „Wir haben in letzter Zeit ein paar Tore kassiert“, räumte Tina Müller ein, „aber jetzt schießen wir wieder ein paar.“

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Laut der Managerin trägt das Opel-Comeback in der Bundesliga bereits messbare Früchte: Der Rüsselsheimer Hersteller gehöre zu den drei am meisten wahrgenommenen Sponsoren der höchsten deutschen Fußball-Spielklasse.

Eine unter anderem mit Jürgen Klopp, Christian Streich, Sebastian Kehl und Stefan Kießling hochkarätig besetzte Diskussionsrunde debattierte anschließend über die jeweilige Situation der vertretenen Clubs, spektakuläre Transfers und die Moral des Profibetriebs.

Im Fokus der Debatte standen die ausufernden Transfersummen im europäischen Profifussball. Einig waren sich die Teilnehmer, dass das Geld dem Sport letztlich weniger schade als in der öffentlichen Diskussion häufig angenommen. Das Fazit von BVB-Trainer Jürgen Klopp hierzu: „Man soll auf das Spiel schauen, erst wenn es auch auf dem Platz unehrlich wird, dann sollten die Leute nicht mehr hinsehen.“ Die Unsummen bezahlter Spielertransfers blieben letztlich im Kreislauf des Sports. „Das Geld ist ja nicht weg – es hat nur ein anderer Verein“. Und in Bezug auf die in Europa bezahlten Spitzengehälter sagte Klopp: „Da sehen wir auch nur zu und staunen.“

Und der Freiburger SC-Trainer Christian Streich sagte in der Schlussrunde zum Thema finanzielles Ungleichgewicht unter den Vereinen: „Wir haben im letzten Jahr Geld verdient, wir spielen gerade international – uns geht es doch gut.“ Dazu bekämen die Zuschauer in der Bundesliga durchweg guten Fußball geboten. „Nächste Woche spielt Freiburg gegen Augsburg – da werden die Leute nicht den Fernseher ausmachen und sagen, 'was war das denn?'“, so Streich.

In der Fußball-Bundesliga sponsert Opel Borussia Dortmund, Bayer 04 Leverkusen, SC Freiburg, FSV Mainz 05 und Fortuna Düsseldorf. In diesem Rahmen erscheint Werbung auf Banden und Großbild-Leinwänden sowie in den Stadionmagazinen. Außerdem stellt der Hersteller den Vereinen ausgewählte Opel-Modelle zur Verfügung, die Spieler und Funktionäre bei offiziellen Anlässen, aber auch im täglichen Betrieb nutzen werden.

Schon in der Vergangenheit galt Opel bis 2002 als größter und erfolgreichster Sport- und Fußballsponsor in Europa. In den 90er Jahren war das Unternehmen unter anderem FIFA- und UEFA-Sponsor sowie Partner renommierter Clubs und Teams wie AC Mailand, Paris Saint-Germain und FC Bayern München. Mit dem deutschen Rekordmeister arbeitete Opel zwölf Jahre (1990 bis 2002) zusammen.

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