Versicherungen Openbank schärft Mobilitätsversicherungen nach

Von Silvia Lulei 3 min Lesedauer

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Die Openbank Deutschland hat ihre Versicherungsprofukte Drive Pro, Safe Pro und Auto Care überarbeitet – mit mehr Leistung, einfacherer Struktur und laut Unternehmen zusätzlichen Verkaufschancen für den Handel.

Maik Kynast, Bereichsleiter Vertrieb Mobilität bei Openbank Deutschland: Die überarbeiteten Versicherungsprodukte sollen Handelspartnern neue Verkaufsargumente liefern.(Bild:  Openbank Deutschland)
Maik Kynast, Bereichsleiter Vertrieb Mobilität bei Openbank Deutschland: Die überarbeiteten Versicherungsprodukte sollen Handelspartnern neue Verkaufsargumente liefern.
(Bild: Openbank Deutschland)

Die Openbank Deutschland (vormals Santander Consumer Bank) hat ihre Mobilitätsversicherungen Drive Pro und Safe Pro überarbeitet und baut zugleich die Reparaturkostenversicherung Auto Care aus. Für Autohäuser und freie Händler ist dabei vor allem eines relevant: Die Bank verspricht zusätzliche Verkaufsargumente im Kundengespräch – bei unveränderten Provisionskonditionen.

Klar zugeschnitten auf Alltagsschäden

Kern der Überarbeitung ist eine einfachere und zugleich leistungsstärkere Produktlogik. Drive Pro bietet künftig eine transparentere Beteiligung an Reparaturkosten plus Mobilitätspauschale. Safe Pro kombiniert den bekannten Kaufpreisschutz erstmals mit einer jährlichen Pauschalleistung von bis zu 200 Euro für Kleinschäden wie Kratzer, Dellen oder Lackschäden an Karosserie, Felgen oder Innenraum.

Wichtig für die Beratungspraxis im Autohaus ist, dass Openbank kein bestimmtes Reparaturverfahren vorschreibt. Somit ist ein Smart-Repair-Nachweis also nicht Bedingung. Im Schadenfall wird lediglich mit einem „möglichst schlanken Nachweis“ geprüft, ob tatsächlich ein erstattungsfähiger Kleinschaden vorliegt und es sich nicht um eine normale, alters- oder nutzungsbedingte Verschleißerscheinung handelt.

Bei den Prämien verspricht Openbank, dass sich die Zusatzleistungen „nur sehr moderat“ auf die Beiträge niederschlagen sollen; trotz branchenweit steigender Schadenkosten durch höhere Ersatzteil- und Werkstattpreise.

Auto Care jetzt bis zwölf Jahre: Reaktion auf Handelsfeedback

Die Reparaturkostenversicherung Auto Care kann künftig für Fahrzeuge bis zu einem Alter von zwölf Jahren abgeschlossen werden. Openbank betont, der Anstoß dafür sei direkt aus dem Handel gekommen: Der Wunsch nach einer Ausweitung auf ältere Fahrzeuge sei „immer wieder“ von Handelspartnern herangetragen worden. Gemeinsam mit Car-Garantie wurde die entsprechende Lösung entwickelt.

Auto Care und Safe Pro versteht Openbank dabei als sich ergänzende Absicherungen; zumal Auto-Care-Leistungen bereits in Safe Pro integriert sind. Eine pauschale Empfehlung, welches Produkt bei welchem Fahrzeugalter greift, gibt es laut Unternehmen nicht; entscheidend seien Fahrzeug, individuelle Situation und Absicherungswunsch des Kunden im jeweiligen Verkaufsgespräch.

Provisionen und Vergütungsmodelle bleiben gleich

Für Handelspartner dürfte die zentrale Frage die nach den Konditionen sein. Openbank stellt klar, dass sich an den „grundsätzlich attraktiven Gesamtkonditionen“ durch die Produktüberarbeitung nichts ändert. Gleichzeitig kündigt das Unternehmen an, die Marktentwicklung weiter zu beobachten und auch künftig gezielte Aktionen und zusätzliche Vertriebsimpulse für den Handel bereitzustellen.

Mit Blick auf die neue EU-Verbraucherkreditrichtlinie, die Fehlanreize bei Vergütungsmodellen zulasten der Verbraucher weiter einschränkt, sieht Openbank keinen grundlegenden Anpassungsbedarf: Die eigenen Vergütungsmodelle seien bereits auf faire, nachhaltige Vermittlung ausgelegt. Gerade bei der Verbindung von Finanzierung und Versicherung dürften Transparenz und bedarfsgerechte Beratung aber weiter an Bedeutung gewinnen – ein Punkt, der auch für die Beratungsqualität im Autohaus relevant wird.

Begleitend zur Produkteinführung legt Openbank ein Schulungsprogramm für Handelspartner und Vertriebsteams auf. Anhand realer Praxisbeispiele sollen Verkäufer nicht nur die neuen Leistungen und Unterschiede zwischen den Produkten kennenlernen, sondern auch einschätzen können, welche Absicherung zu welcher Kundensituation passt.

CNP Santander und Car-Garantie bleiben Abwicklungspartner

An den etablierten Prozessen im Schadenfall ändert sich nichts: CNP Santander Insurance bleibt zuständiger Partner für Safe Pro und Drive Pro, Car-Garantie für Auto Care. Auch die Markennamen Santander Drive Pro und Santander Safe Pro bleiben trotz Umfirmierung der Bank zu Openbank Deutschland erhalten. Die beiden Produkte stammen vom Joint Venture CNP Santander Insurance, das weiterhin eng mit der Santander-Gruppe verbunden ist. Zudem seien die Namen im Handel bereits etabliert, so Openbank.

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„Wir haben unsere bereits sehr guten Mobilitätsversicherungen im Sinne unserer Kunden und Handelspartner weiter optimiert und vereinen so attraktive Leistungen mit einer klaren und verständlichen Produktlogik“, sagt Maik Kynast, Bereichsleiter Vertrieb Mobilität bei Openbank Deutschland. „Das sind echte Mehrwerte für Handel und Kunden.“

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