Schutz der Altersvorsorge
Pleite – und dann auch noch die Rente weg?
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Wenn Unternehmen scheitern, steht für Inhaber oft nicht nur das Lebenswerk auf dem Spiel: Mitunter gerät auch die Altersvorsorge in Gefahr. Wer Vermögen nicht rechtzeitig vom Betriebsvermögen trennt und rechtlich sauber absichert, riskiert bei einer Insolvenz den Zugriff auf private Rücklagen. Worauf Unternehmer achten sollten.
In Krefeld endeten 102 Jahre Unternehmensgeschichte: Die Autohausgruppe Preckel Automobile, ein Mehrmarkenhändler mit acht Standorten, der noch vor zehn Jahren zu den 20 größten Autohändlern Deutschlands zählte, musste nach der im November vergangenen Jahres eingeleiteten Insolvenz in Eigenverwaltung am 1. Juli 2026 den Geschäftsbetrieb vollständig einstellen. Sämtliche Standorte werden geschlossen, über 200 Mitarbeitende verloren ihre Arbeitsplätze.
Der Fall ist Teil einer Insolvenzwelle, die die deutsche Wirtschaft gerade heimsucht: 24.064 Unternehmen rutschten laut einer Erhebung des Kreditversicherers Allianz Trade 2025 in die Pleite, für dieses Jahr wird nochmal ein Anstieg um zwei Prozent auf 24.600 Fälle erwartet. „Bauwesen, Handel und Dienstleistungen sind die am stärksten gefährdeten Sektoren“, sagt Maxime Lemerle, leitender Analyst für Insolvenzforschung bei Allianz Trade. Auch das Kfz-Gewerbe wird von der Pleitewelle erfasst. Zu den Hauptursachen gehören eine anhaltende Kaufzurückhaltung der Kunden, hohe Kosten für Energie und Personal sowie der Wegfall von Vertriebs- oder Serviceverträgen mit großen Automobilherstellern.
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