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Porsche: Razzia auch im Chefbüro

| Autor / Redakteur: dpa / Christoph Seyerlein

Im Zuge der Razzien rund um Porsche in der vergangenen Woche wurde auch das Büro von CEO Oliver Blume durchsucht. Der Manager selbst wehrt sich gegen Teile der erhobenen Vorwürfe.

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Gegen Porsche-Chef Oliver Blume wird ermittelt.
Gegen Porsche-Chef Oliver Blume wird ermittelt.
(Bild: Porsche/Lichtgut/Max Kovalenko)

Porsche-Chef Oliver Blume hat eine Durchsuchung seines persönlichen Büros am vergangenen Dienstag bestätigt. „Richtig ist, dass am 28. Mai mehrere Geschäftsräume von Porsche durchsucht wurden, auch mein Büro“, sagte Blume dem „Handelsblatt“ (Montag). Staatsanwaltschaft, Steuerfahndung und Landeskriminalamt hatten mit 176 Einsatzkräften verschiedene Standorte der Volkswagen-Tochter Porsche und Finanzbehörden durchsucht.

Laut der Staatsanwaltschaft soll nach den bisherigen Ermittlungen ein Beamter des Konzernprüfungsamtes Stuttgart bei laufender Betriebsprüfung geheime Informationen an einen Steuerberater von Porsche verraten und im Gegenzug Vorteile angenommen haben. Der Vorwurf des Geheimnisverrats sei für ihn neu gewesen, sagte Blume der Zeitung.

Darüber hinaus besteht den Staatsanwälten zufolge der Verdacht, dass einem ehemaligen Betriebsratsmitglied unverhältnismäßig hohe Vergütungen gezahlt worden seien. Fünf Porsche-Mitarbeiter, teilweise Führungskräfte, und der auch im anderen Fall verdächtigte Steuerberater könnten sich damit unter anderem wegen Untreue strafbar gemacht haben. Der Betriebsrat selbst gehört nicht zu den Beschuldigten.

Blume: „Schon vor längerer Zeit Diskussion mit den Finanzbehörden gesucht“

Mit der Frage nach der zulässigen Höhe der Betriebsratsvergütung habe sich Porsche schon vorher beschäftigt, sagte Blume. „Deswegen haben wir schon vor längerer Zeit die Diskussion zur Angemessenheit der Vergütung mit den Finanzbehörden gesucht“, sagte Blume.

Durchsucht wurden neben Büroräumen des Sportwagenbauers in Stuttgart und Weissach auch die Finanzbehörden, die Kanzlei des Steuerberaters sowie Privatwohnungen in den Landkreisen Karlsruhe und Pforzheim sowie im Ostalbkreis.

Der Fall birgt Parallelen zu Volkswagen. Dort hatte die Staatsanwaltschaft ebenfalls wegen des Verdachts der Untreue ermittelt, ob Arbeitnehmervertretern zu hohe Gehälter genehmigt worden waren. Auch dort zählten Betriebsräte nicht zu den Beschuldigten. Volkswagen hatte daraufhin die Gehälter führender Arbeitnehmervertreter zeitweise gedeckelt.

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