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Projekt-Auto Luca mit Karosserie aus recycleten Rohstoffen

| Autor / Redakteur: sp-x / Andreas Grimm

Elektromobile sind ziemlich CO2-neutral – oder auch nicht, wenn man die Herstellung aller Komponenten in die Berechnung einbezieht. Diesen Kritikpunkt wollen nun Studenten der Technischen Universität Eindhoven ausräumen. Ihr E-Auto Luca setzt auf Rundum-Recycling.

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Der Kleinwagen Luca ist ein studentisches Projekt der TU Eindhoven. Er setzt auf Ökostrom und möglichst viel Recyling.
Der Kleinwagen Luca ist ein studentisches Projekt der TU Eindhoven. Er setzt auf Ökostrom und möglichst viel Recyling.
(Bild: TU Ecomotive)

TU Ecomotive heißt ein rund 20-köpfiges Team von Studenten der Technischen Universität im holländischen Eindhoven, das in der jüngeren Vergangenheit bereits einige besonders umweltschonende E-Auto-Konzepte vorgestellt hat. Vor zwei Jahren hatte das ähnliche Projekt Noah für Aufsehen gesorgt. Jüngster Wurf ist ein sehr leichter, einfacher und zudem aus recycelten Abfällen gebauter Zweisitzer namens Luca.

Mit seinen Proportionen und der leicht sportlichen Silhouette weckt der Luca Erinnerungen an japanische Kei Cars vom Schlage eines Suzuki Cappucino oder Daihatsu Copen. Doch weniger das Design als vielmehr die beim Bau verwendeten Materialien stehen bei dieser Konstruktion im Vordergrund. Unter anderem werden recyceltes Aluminium und ebenfalls einem Wiederverwertungskreislauf zurückgeführtes Plastik verwendet. Letzteres wurde aus dem Meer gefischt.

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Aus dem Plastik entsteht zusammen mit Flachs ein Verbundwerkstoff, der unter anderem beim Chassis verwendet wird. Er besteht aus einer Art Innenraum-Wanne, an die Rahmenstrukturen aus Aluminium für die vordere und hintere Radaufhängung befestigt werden. Die Materialien sind nicht nur umweltfreundlich, sondern sparen Gewicht und Produktionskosten. Ebenfalls eine günstige Lösung ist der Verzicht auf ein Kombiinstrument mit großen Displays. Stattdessen soll der Fahrer sein Smartphone als Cockpitanzeige nutzen. Für die wichtigsten Informationen ist zusätzlich ein Head-up-Display angedacht.

Antrieb soll Kosten niedrig halten

Der Antrieb soll zugleich die Produktionskosten wie den Energiebedarf niedrig halten. Er besteht aus zwei Radnabenmotoren mit zusammen 15 kW/20 PS Leistung. Statt Fahrspaß steht Effizienz im Vordergrund. Als Wirkungsgrad zwischen Rad und einer nicht näher spezifizierten Batterie werden 92 Prozent genannt. Zum Vergleich: Der Wirkungsgrad eines Dieselfahrzeugs wird oft mit 33 Prozent angegeben. Angaben zu Kapazität und Reichweite gibt es nicht, doch soll der Stromspeicher herausnehmbar sein und im leeren Zustand gegen einen vollen ausgetauscht werden.

Bislang hat das Ecomotive-Team der TU Eindhoven vom Luca lediglich Computergrafiken veröffentlicht. Ein vorzeigbarer Prototyp befindet sich derzeit im Aufbau. Im Sommer soll dann ein echtes Fahrzeuge präsentiert werden.

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