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Rückruf: Mercedes Vito benötigt neue Abgas-Software

Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Andreas Grimm

Für etwa eine Stunde müssen 47.000 Exemplare des Mercedes Vito in die Werkstätten. Hinter der Maßnahme stecken gleich drei Rückrufe, der weit überwiegende Teil ist aber durch ein Software-Update veranlasst. Mit NOx-Emissionen soll er aber nicht im Zusammenhang steht.

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Viele Exemplare des Mercedes Vito müssen in die Werkstätten. Das notwendige Software-Update soll aber keinen Bezug zu NOx-Problemen haben.
Viele Exemplare des Mercedes Vito müssen in die Werkstätten. Das notwendige Software-Update soll aber keinen Bezug zu NOx-Problemen haben.
(Bild: Daimler)

Gut 47.000 Mercedes Vito weltweit müssen aus vielfältigen Gründen in die Werkstätten. Der weit überwiegende Teil davon geht auf ein notwendiges Software-Update zurück. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) spricht in seinem entsprechenden Warnhinweis zum Mercedes Vito kurz und knapp von einer „fehlerhaften Bedatung der SCR-Dosierungssteuerung“.

Eine Sprecherin der Transportersparte betonte auf Anfrage aber, dass die Maßnahme keine Auswirkungen auf die Stickoxid-Emissionen der Fahrzeuge habe. „Das KBA hat bei diesem Vorgang auch nicht eine unzulässige Abschalteinrichtung beanstandet“, sagte sie. Nach ihren Angaben steht bei weltweit knapp 46.000 Kleintransportern eine Aktualisierung der Motorsteuergerätesoftware an. In Deutschland sind 16.000 Halter betroffen.

Das KBA überwacht nach eigenen Angaben die Abarbeitung des Rückrufs. Die Aktion mit dem internen Code „VS2PARAMOR“ schließt laut Hersteller Fahrzeuge aus dem Produktionszeitraum April 2015 bis Mai 2019 ein und dauert zwischen 30 und 60 Minuten.

Deutlich kleiner sind zwei weitere Rückrufe für die Baureihe 447, bei denen die Vertragsbetriebe möglicherweise fehlerhafte Kopfstützen überprüfen und bei Bedarf austauschen. Die im Rahmen der Aktion „VS2POLSTA“ einbestellten 760 Vito- und V-Klasse-Exemplare liefen zwischen 8. und 25. März 2019 vom Band. Die Aktion „VS2STANGE“ dreht sich um 641 Einheiten aus dem Produktionszeitraum 9. bis 28. Oktober des vergangenen Jahres. In Deutschland müssen 371 beziehungsweise 304 Einheiten für 30 bis 60 Minuten in die Werkstatt.

(ID:46418644)

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 Niko Ganzer

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Freier Journalist