Ruhrdeichgruppe: Umbau weitgehend beendet

Geschäftsführer Peter Gerards bilanziert die Entwicklung

| Autor: Andreas Grimm

Die Autohaus am Ruhrdeich GmbH hat ihre Handelsmarke umgeparkt. Nissan ist Vergangenheit, Opel und Kia werden gestärkt.
Die Autohaus am Ruhrdeich GmbH hat ihre Handelsmarke umgeparkt. Nissan ist Vergangenheit, Opel und Kia werden gestärkt. (Foto: Ruhrdeichgruppe)

Die Ruhrdeichgruppe hat nach dem Verlust des Nissan-Händlervertrags erfolgreich umgesteuert. Nach herausfordernden Monaten hat Geschäftsführer Peter Gerards seine Zeit mit dem japanischen Importeur „mental beendet“. Und wirtschaftlich sei „mit Übernahme der Dinnebier-Betriebe der Umbau der Autohausgruppe weitestgehend abgeschlossen“, bilanzierte er im Gespräch mit »kfz-betrieb«.

„Umgeparkt im Kopf sind wir, ab sofort wird eingeparkt“, sagte er in Anspielung auf den aktuellen Opel-Claim und die Aufnahme des Fabrikats ins Markenportfolio der Gruppe. Mit der Trennung von Nissan drohte Gerards der Leerstand in sechs Schauräumen, nach der Umstrukturierung hat die Gruppe im Gegenzug sechsmal Opel, dreimal Kia und einmal Peugeot hinzubekommen. In Summe wächst die Gruppe dadurch auf 22 Markenvertretungen.

Besonders am Herzen lag Gerards von Anfang an, die qualifizierten Mitarbeiter der Autohaus am Ruhrdeich GmbH, die den Nissan-Vertrag hielt, in der Gruppe weiter zu beschäftigen. Bis jetzt sind noch alle an Bord und „ich brauche sie auch, um unsere Pläne mit der vierten strategischen Marke Opel zu verwirklichen“.

Die Rüsselsheimer Marke habe aus der Bochumer Tradition heraus in der Region einen hohen Stellenwert, einen großen Fahrzeugbestand und damit ein überdurchschnittliches Vertriebs- und Aftersales-Potenzial. Zwar übernimmt die Ruhrdeichgruppe mit den Opel-Betrieben von Dinnebier deren Mitarbeiter, doch ist die Belegschaft nach mehreren Transformationsprozessen – hinter den Betrieben steckt das 2012 insolvent gegangene Autohaus Franken – laut Gerards zu klein für die Wachstumspläne.

Während ein Teil der Nissan-Mannschaft künftig also Opel betreut, kümmert sich der andere Teil um das Wachstum mit Kia und Peugeot in den alten und neuen Betrieben. Von den bisherigen Nissan-Standorten der Ruhrdeichgruppe wird nur Oberhausen aufgegeben, die angemietete Immobilie ist bereits gekündigt, die Mitarbeiter sind an umliegenden Standorten eingeplant.

Mitarbeiter sind entscheidender Faktor

Nur als funktionierendes Team habe sein Unternehmen die zurückliegenden Monate und den Umbau stemmen können, macht Gerards im Gespräch mit »kfz-betrieb« klar. Einerseits danke er Mitarbeitern und Führungskräften für das entgegengebrachte Vertrauen, andererseits für das geleistete Engagement.

Aber der Geschäftsführer unterstreicht auch, dass der Umbau ohne das Vertrauen der Vertriebspartner und Banken – ausdrücklich auch der Nissan Bank – schwierig geworden wäre. „So konnten wir in Ruhe weiterarbeiten und in offenen Gesprächen unsere Konzepte vorstellen“. Dass während des Transformationsprozesses eine anwaltliche Begleitung sehr hilfreich war, in diesem Fall durch Christoph Boeminghaus von der Kanzlei Osborne Clarke, hatte er bereits früher deutlich gemacht.

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