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Schluss für Autohaus Dirkes

Autor: Christoph Baeuchle

Mit Dirkes muss einer der Top-100-Händler die Türen für immer schließen. Ein bitteres Ende einer knapp 100-jährigen Geschichte.

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(Foto: Dirkes Gruppe)

Es reichte nicht bis zum 100-jährigen Bestehen. Nur wenige Monate zuvor musste die Automobilgruppe Dirkes ihre Türen schließen. Nach dem Insolvenzantrag Anfang Juni wurde zunächst eine Sanierung in Eigenverwaltung eingeleitet, Anfang August musste jedoch der Insolvenzverwalter übernehmen. Er suchte nach einem Investor für die Gesamtgruppe – vergeblich. Nun wird zerschlagen, was von der Autohausgruppe noch übrig ist, die Reste werden verkauft.

„Ein Investor wurde leider bis heute nicht gefunden“, teilte Insolvenzverwalter Jens Schmidt von der Kanzle Runkel Schneider Weber mit. Sollten sich neue Möglichkeiten mit Interessenten ergeben, sei er jederzeit für Gespräche und Lösungen bereit.

Auf Beschluss des Gläubigerausschusses hat der Insolvenzverwalter eine geordnete Betriebsstilllegung eingeleitet. Er informierte am Freitag das Dirkes-Team. Aufgrund der laufenden Kosten und der existenzvernichtend geringen Erträge droht dem Autohändler das Geld auszugehen. Lediglich 70 der einst 220 Mitarbeiter bleiben zunächst noch dabei, alle anderen werden freigestellt.

Bis auf den Kölner Firmensitz am Maarweg werden alle übrigen Dirkes-Standorte in Köln, Frechen, Bonn, Troisdorf und St. Augustin bis Ende September sukzessive geschlossen. Der Geschäftsbetrieb wird am Standort Maarweg konzentriert und spätestens Ende Oktober eingestellt.

Staatsanwaltschaft ermittelt

Es ist ein unschönes Ende einer langen Geschichte – für Kunden, Mitarbeiter, Eigentümer und Partner der Autohausgruppe. Zu stürmisch war das Wachstum, zu spät wurde die Wende eingeleitet. Kunden verloren auf tragische Weise im Rahmen einer Anzahlung zum Teil viel Geld. Mittlerweile ermittelt gar die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts auf Insolvenzverschleppung.

Dabei las sich die Entwicklung der Kölner Autohausgruppe in den vergangenen Jahren wie eine traumhafte Erfolgsstory. Die rückläufige Absatzentwicklung Anfang der 2010er-Jahre konnte das Unternehmen stoppen und umkehren – das zeigen die Zahlen.

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