Service Award 2012: Mitarbeiter sind Perlen

Redakteur: Norbert Rubbel

Der Mercedes-Benz-Betrieb Brinkmann Bleimann in Güstrow zeichnet sich durch eine souveräne Personalführung und eine exzellente Kundenbetreuung aus. Die Jury war stark beeindruckt und vergab den ersten Platz in der Kategorie Pkw.

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Die Unternehmens-Gruppe Brinkmann Bleimann besitzt in Norddeutschland insgesamt acht Standorte.
Die Unternehmens-Gruppe Brinkmann Bleimann besitzt in Norddeutschland insgesamt acht Standorte.
(Foto: Rubbel)

Wenn Mitarbeiter in einer anonymen Umfrage der Universität St. Gallen ihrem Unternehmen gute Noten geben und dieses dann als einer der besten Arbeitgeber in Deutschland gekürt wird, dann ist das eine Spitzenleistung. Wenn zudem die Kunden ihrem Autohaus eine hohe Servicequalität bescheinigen und es von Jahr zu Jahr die vordersten Plätze bei den Kundenzufriedenheitsabfragen des Herstellers belegt, so ist auch dies eine ganz besondere Leistung. Die Rede ist von der Brinkmann Bleimann GmbH. Der Mercedes-Benz-Betrieb in Güstrow zeichnet sich durch eine souveräne Personalführung und eine exzellente Kundenbetreuung aus. „Unsere Mitarbeiter und Kunden haben für uns den gleichen Stellenwert und sind unsere Könige. Unsere Perlen sind allerdings unsere Mitarbeiter. Denn ohne sie geht bei uns nichts“, lobt Walter Bleimann, geschäftsführender Gesellschafter, das Personal der Autohausgruppe.

Nach dem Leitsatz „Das beste Team für die beste Dienstleistungsqualität und die besten Produkte“ hat Brinkmann Bleimann 2009 das Mitarbeiterentwicklungsprogramm „Wir sind Zukunft“ konzipiert. Ziel ist es, talentierte Nachwuchskräfte zu finden und sie auf ihre kommenden Aufgaben im Unternehmen intensiv vorzubereiten. Der Schwerpunkt des Programms liegt nicht nur auf der fachlichen Qualifizierung der Mitarbeiter. Es berücksichtigt auch deren persönliche Lebensplanung. „Für Mitarbeiterinnen, die nach der Geburt ihres Kindes nur vier oder sechs Stunden am Tag arbeiten wollen, tragen wir die Kosten für den Kindergarten. Sollte ein Wohnungswechsel notwendig sein, zahlen wir auch dafür eine Beihilfe“, erläutert Maik Osterloh, kaufmännischer Leiter und geschäftsführender Gesellschafter bei Brinkmann Bleimann. Das Ergebnis des sozialem Engagements: hochmotivierte Mitarbeiter und die Auszeichnung „Familienfreundliches Unternehmen“ vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus.

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„Für die Mitarbeiterentwicklung und -förderung nehmen wir viel Geld in die Hand. Wir sehen dies aber nicht als Kosten, sondern als eine Investition in die Zukunft“, betont Maik Osterloh und fügt hinzu: „20 Prozent unseres Unternehmensgewinns vor Steuern zahlen wir jährlich an die Belegschaft aus.“

Spardepot bindet die Kunden mit älteren Fahrzeugen

Allein im Werkstatt- und Teilegeschäft erwirtschaftete der Mercedes-Benz-Betrieb in Güstrow 3,2 Millionen Euro im letzten Jahr. Zudem nehmen die Werkstattdurchläufe und die Anzahl der Servicekunden kontinuierlich zu, „obwohl Mecklenburg-Vorpommern nicht gerade das klassische Mercedes-Benz-Land ist“, freut sich der kaufmännische Leiter.

Um die Besitzer von älteren Fahrzeugen an die Werkstatt zu binden und die Servicemitarbeiter langfristig auszulasten, vergibt der Betrieb an seine Kunden Spardepots. Bei diesen Festpreisangeboten bezahlen die Fahrzeughalter die Lohnkosten für die nächsten vier oder sechs Inspektionen im Voraus. Die Vorteile: Die Kunden erhalten einen Preisnachlass von bis zu 50 Prozent, und das Autohaus erhöht seine Liquidität. „Die Spardepot-Preise für die Serviceleistungen unterliegen keiner Kalkulation. Sie orientieren sich ausschließlich an den Angeboten der Freien Werkstätten und Ketten wie ATU, Pit-Stop & Co. Denn da müssen wir angreifen“, betont Werkstattleiter Frank Güldenpenning.

Planungssicherheit für die Kunden von Brinkmann Bleimann

Bei einem Viererpaket bucht der Kunde zwei kleine und zwei große Inspektionen. Entsprechend beinhaltet das Sechserpaket dreimal eine kleine und dreimal eine große Wartung. Mit den Serviceangeboten für Pkw ab drei Jahre und Transporter ab zwei Jahre erhalten die Kunden eine Planungssicherheit, da sich die Preise für die Lohnkosten in den nächsten sechs Jahren (Viererpaket) beziehungsweise neun Jahren (Sechserpaket) nicht erhöhen.

Seit der Einführung vor etwa drei Jahren haben die Servicemitarbeiter rund 2.000 Spardepots verkauft. „Der Kunde geht in Vorleistung und schenkt uns sein Vertrauen. Will er aus dem Vertrag aussteigen, bekommt er natürlich sein restliches Geld zurück. Denn er darf nicht meinen, dass unsere Serviceaktionen einen Pferdefuß haben“, erläutert Walter Bleimann. „Nach Auslaufen der Service-Flatrate wollen unsere Kunden das Spardepot gerne wieder in Anspruch nehmen. Heute ist es keine Seltenheit mehr, dass wir zum Beispiel zehn Jahre alte A-Klassen warten und reparieren“, ergänzt der Werkstattleiter.

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