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„Staatlich subventionierter Klimabetrug“: Kritik an Plug-in-Hybriden nimmt zu

Autor / Redakteur: dpa/cs / Christoph Seyerlein

Plug-in-Hybride zählen in den letzten Monaten zu den großen Gewinnern in der deutschen Neuzulassungsstatistik – nicht zuletzt dank staatlicher Förderung. Diese ruft aber immer häufiger Kritiker auf den Plan.

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Plug-in-Hybride boomen – und stehen gleichzeitig unter Beschuss.
Plug-in-Hybride boomen – und stehen gleichzeitig unter Beschuss.
(Bild: Mitsubishi)

An der Kaufprämie für Elektroautos wird Kritik laut, weil davon häufig Fahrzeuge mit Verbrenner- und Elektromotor profitieren. Bei den deutschen Autoherstellern steigt die Nachfrage nach Stadtgeländewagen (SUV) mit beiden Antriebsarten samt aufladbarer Batterie (Plug-in-Hybride), wie die „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ berichtete. Deren Anschaffung wird seit Juli mit bis zu 6.750 Euro bezuschusst. Die Lieferzeiten für diese Modelle würden immer länger, wie eine Umfrage der Zeitung ergab.

Der Grünen-Politiker Cem Özdemir, Vorsitzender des Verkehrsausschusses im Bundestag, sprach von „staatlich subventioniertem Klimabetrug“. „Viele fahren fast ausschließlich mit dem fossilen Verbrenner und nutzen die E-Mobilität nur zur Startbeschleunigung an der Ampel“, sagte Özdemir zur Begründung. „Das hat verheerende Folgen für die Glaubwürdigkeit der Branche und für den Klimaschutz.“

Der FDP-Verkehrspolitiker Oliver Luksic warnte in diesem Zusammenhang davor, dass die Autoindustrie „politisch kaputtreguliert wird“. Auch er monierte die „irre hohen Subventionen“ und fordert, zu kontrollieren, wie stark die Batterie im Alltag tatsächlich genutzt wird.

Källenius: PHEVs „nicht kaputtreden“

Im September wurden nach der Statistik des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) 21.188 reine Elektro-Pkw neu zugelassen sowie 20.127 Plug-in-Hybride.

Für die Automobilindustrie könnte das Thema zum Problem werden. Zumindest in dieser Dekade bleibe die Technologie zur Reduktion von CO2 sehr wichtig, hatte etwa Daimler-Chef Ola Källenius erst vergangene Woche beim Ifa-Branchengipfel in Nürtingen angemerkt. „Lasst uns den Plug-in-Hybrid nicht kaputtreden“, forderte der Manager. Je größer die elektrische Reichweite bei diesen Fahrzeugen sei, desto mehr Sinn ergeben diese für Kunden, erklärte Källenius. Gerade für Verbraucher in Europa seien Plug-in-Hybride sehr attraktiv.

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