Erneuter Angriff Tausende US-Autohändler wiederholt von Cyberattacke betroffen

Quelle: dpa/ma 1 min Lesedauer

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Mehrere tausend Autohändler quer durch die USA verlassen sich auf einen Software-Anbieter, der auch in Deutschland aktiv war. Wegen Online-Angriffen auf die Firma müssen sie nun auf Papier umsteigen – oder die Betriebe geschlossen lassen. Hierzulande hat die Attacke aber wohl keine Auswirkungen.

(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Tausende Autohändler in den USA sind am Donnerstag am zweiten Tag in Folge durch Cyberattacken auf einen Software-Anbieter weitgehend lahmgelegt worden. Am Vortag hatte die betroffene Firma CDK Global noch nach einigen Stunden die Systeme wieder eingeschaltet. Doch über Nacht folgte ein weiterer Online-Angriff.

Das Unternehmen versuche nun, die Software so schnell wie möglich wieder verfügbar zu machen, sagte eine Sprecherin. In einer Mitteilung an Händler hieß es laut Medienberichten, dies könne einige Tage dauern.

Von CDK Global kommen unter anderem Programme zur Verkaufsabwicklung sowie zur Verwaltung von Kundendaten und Terminvereinbarungen in Werkstätten, also Dealer-Management- und Werkstattplanungssysteme. CDK Global hat nach eigenen Angaben rund 15.000 Autohändler als Kunden. Einige betroffene Händler gingen laut Medienberichten dazu über, die Verkäufe ausschließlich mit Papierunterlagen abzuwickeln.

Auch nach dem zweiten Online-Angriff seien als Vorsichtsmaßnahme alle Systeme abgeschaltet worden, sagte die Sprecherin. Die Art der Cyberattacke blieb am Donnerstag weiterhin unklar.

Auf Händler in Deutschland hat die Attacke wohl keine Auswirkungen. CDK Global hatte sein internationales Geschäft 2021 an den Anbieter Keyloop verkauft. So erklärte Keyloop auf Anfrage: „Keyloop ist seit 2021 vollständig unabhängig von CDK Global und teilt keine Systeme, Codebasis oder Infrastruktur. Der von CDK Global gemeldete Vorfall betrifft Keyloop, seine Kunden oder die Erbringung unserer Dienstleistungen in keiner Weise. Keyloop hat in den letzten drei Jahren erheblich in die Cybersicherheit investiert, und unsere Spezialistenteams arbeiten kontinuierlich daran, unsere Cybersicherheitslage zu überwachen und zu verbessern.“

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