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Thomas Schäfer wird neuer Skoda-Chef

| Autor / Redakteur: dpa / Christoph Seyerlein

Nachdem der Vertrag von Bernhard Maier als Skoda-Chef trotz guter Zahlen nicht über den 31. Juli hinaus verlängert wurde, brauchte die VW-Tochter einen neuen CEO. Der ist jetzt gefunden.

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Der neue Skoda-Vorstandschef Thomas Schäfer war zuletzt Geschäftsführer von Volkswagen Südafrika.
Der neue Skoda-Vorstandschef Thomas Schäfer war zuletzt Geschäftsführer von Volkswagen Südafrika.
(Bild: Volkswagen)

Thomas Schäfer ist neuer Chef der tschechischen Volkswagen-Tochter Skoda. Das teilte der Autobauer mit Sitz in Mlada Boleslav bei Prag am Montag mit. Schäfer war bisher Geschäftsführer von Volkswagen Südafrika und zugleich Vorsitzender des Afrikanischen Automobilhersteller-Verbandes. Der 50-Jährige folgt auf Bernhard Maier, der den Spitzenposten zum 31. Juli nach knapp fünf Jahren räumen musste.

Der im hessischen Marburg geborene Schäfer war 2012 von Daimler Chrysler zu Volkswagen gewechselt, wo er zunächst die Abteilung Konzernproduktion Ausland leitete. Drei Jahre später ging er für die Wolfsburger nach Südafrika, wo er unter anderem neue Produktionsstandorte aufbaute und das Vertriebsnetz ausbaute.

Schäfer selbst teilte am Montag in einem Video mit, er verlasse Volkswagen Südafrika „schweren Herzens“. Das Land sei für ihn und seine Frau eine Heimat. Gleichzeitig sei es eine Ehre, die Verantwortung bei Skoda zu übernehmen und er freue sich sehr darauf, so Schäfer. Seine Nachfolge bei Volkswagen in Südafrika wird Robert Cisek übernehmen. Der 44-Jährige leitet aktuell noch die Produktionsstrategie bei VW Pkw.

Diess fordert mehr Aggressivität

VW-Konzernchef Herbert Diess hatte bereits klare Vorgaben für den Maier-Nachfolger gemacht. Skoda sei „nicht aggressiv genug“ am Volumenmarkt im Wettbewerb mit der koreanischen und französischen Konkurrenz. Es nütze nichts, wenn sich Skoda zu einer dritten Premiummarke innerhalb des Konzerns entwickle.

Skoda gilt im VW-Konzern als Renditeträger. Weltweit lieferte die Marke im vergangenen Jahr 1,24 Millionen Neuwagen aus. Im ersten Halbjahr 2020 erwirtschaftete Skoda trotz einer Corona-bedingten Betriebspause und eingebrochener Absatzkanäle ein positives operatives Ergebnis von 228 Millionen Euro.

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