VDAT: Alufelgenreparatur weiterhin problematisch

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Im Folgenden sind einige Auszüge aus dem Grundsatzpapier aufgelistet, die sich um die technischen Einschränkungen bei der optischen Radaufbereitung drehen:

  • Um sicherzustellen, dass keinerlei Verformungen im Felgenbett vorhanden sind, ist die Rund- und Planlaufabweichung (gemäß DIN 70 020 Teil 5) vor der Aufbereitung zu ermitteln. Werte von maximal 0,5 mm sind hierbei als Richtwert anzusehen. Höhere Grenzwerte sind nur nach Kenntnis der tatsächlichen Fertigungstoleranzen vertretbar.
  • Räder, die eine Rissbildung aufweisen, dürfen nicht aufbereitet werden und sind sofort zu erneuern.
  • Wärmeeinbringung und Auftragsschweißvorgänge jeglicher Art sind nicht zulässig.
  • Eine Materialrückverformung ist nicht zulässig.
  • Eine Beschädigungstiefe im Grundmetall von maximal 10 Prozent des Querschnittes (Felgenhornbreite), jedoch nicht mehr als einem Millimeter, darf in keinem Fall überschritten werden.
  • Eine fachgerechte Aufbereitung bis zur maximalen Beschädigungstiefe im Grundmetall von einem Millimeter ist nur im Bereich von 50 mm in radialer Richtung ausgehend vom Außenhorn zulässig.
  • Eine maximale Einwirktemperatur/-zeit von 90 Grad Celsius/40 Minuten darf bei Lackierarbeiten nicht überschritten werden. Pulverbeschichtungen mit höheren Temperaturen und Einwirkzeiten sind nicht zulässig. Auf Grund des Wärmeeintrages und/oder der Benetzung mit Lacken wird empfohlen, vorhandene Ventile nach den Lackierarbeiten zu ersetzen.
  • Die Bearbeitung von Rädern mit Sandstrahlgeräten und deren Sandstrahlmedien (sofern hierdurch eine Strukturveränderung des Materials im Oberflächenbereich erzielt wird) wie auch das thermische Entlacken sind nicht zulässig.
  • Bereits aufbereitete Räder dürfen nicht erneut aufbereitet werden.

Interessant ist in diesem Kontext auch die abschließende Empfehlung des FKT-Sonderausschusses an das aufbereitende Unternehmen. Ein geeigneter, unverlierbarer Folienaufkleber soll auf eine bereits erfolgte Aufbereitung hinweisen. Das macht Sinn, denn nach einer professionellen Überarbeitung der Felge sieht sie wie neu aus – und könnte nach einem Fahrzeugverkauf vom Folgebesitzer unwissentlich nach einer erneuten Beschädigung nochmals repariert werden.

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Der schwäbische Smart-Repair-Spezialist Cartec Autotechnik Fuchs GmbH weist in diesem Zusammenhang in einer aktuellen Pressemeldung auf sein „Wheel-Doctor“-Systems hin – es entspreche allen Bedingungen des Bundesverkehrsministeriums, die im FKT-Papier von November 2010 dokumentiert wurden. Beschädigungen bis zu einem Millimeter Tiefe im Grundmetall dürften mit dem System im Rotationsschleifverfahren beseitigt werden. Alle Richtlinien für die Aufbereitung seien in einem speziellen Katalog, den Cartec gemeinsam mit dem TÜV Süd erarbeitet hat, klar definiert und einfach dargestellt.

Nach einer Aufbereitung in einem zertifizierten Wheel-Doctor-Betrieb erhält der Kunde demnach ein Zertifikat über die fachgerechte Aufarbeitung. Weiterhin erhalten alle aufbereiteten Felgen an unauffälliger Stelle einen Labelpunkt. Er informiert in verschlüsselter Form über die entfernte Materialstärke. Diese liegt laut Fuchs bei 90 Prozent der bislang mit dem System reparierten Felgen unter 0,5 Millimetern.

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