Rückrufe Verschiedene Mercedes-Baureihen müssen in die Werkstatt

| Aktualisiert am 07.05.2021Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Andreas Wehner

Bekannte Probleme greifen die Stuttgarter in neuen Aktionen für die A-, B- und E-Klasse, sowie den AMG GT, CLA und GLB auf. Es geht um die Festigkeit von Spoilern, mögliche Probleme mit der Elektrik und der Isofix-Verankerung.

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(Bild: Daimler)

In den vergangenen Wochen haben sich einige kleinere Mercedes-Rückrufe angesammelt, die es abzuarbeiten gilt. Die größte Stückzahl umfasst die Aktion mit dem internen Code „7792003“, die weltweit 14.643 Exemplare des GLB (Baureihe 247) in die Vertragsbetriebe führt, davon 2.107 in deutsche.

Ursache ist wie schon im November 2020 ein Problem mit der Spoilerbefestigung. Diesmal geht es um die Seitenspoiler der Heckklappe. Sie könnten zwischen April 2019 und Oktober 2020 im Werk nicht entsprechend den Vorgaben befestigt worden sein. Der halbstündige Werkstattaufenthalt beinhaltet laut einem Konzernsprecher eine Kontrolle der Bauteile und bei Bedarf einen Austausch.

Bis zu drei Stunden kann die Reparatur an weltweit 1.635 Einheiten der E-Klasse (BR 213) und AMG GT 4-Türer Coupé (BR 290) mit AMG-Benzinmotor und Allradantrieb dauern. Diese Zeit werde für die Aktion „5491302“ benötigt, um die Verschraubung sowie die Lage der Plusleitung am Starter zu überprüfen und gegebenenfalls zu korrigieren, so der Sprecher. „Im Falle einer fehlerhaften Verschraubung könnte die Plusleitung am Starter anliegen und durch Relativbewegungen beschädigt werden“, sagte er.

Dies könne einen Kurzschluss zur Folge haben. Die 338 hierzulande betroffenen Sportmodelle liefen zwischen Februar 2017 bis November 2020 vom Band. Auch dieses Problem ist bereits bekannt. Anfang des Jahres gab es hierzu bereits einen Rückruf für den GLC AMG.

Kondenswasser könnte Ärger machen

Ebenfalls geläufig ist bereits die Möglichkeit, dass Kondenswasser aus der Klimaanlage in den Fahrzeuginnenraum einer Mercedes A-Klasse gelangen könnte. Nun gibt es hierzu zwei weitere Aktionen, die an Maßnahmen aus 2019 und 2020 anknüpfen. Der Rückruf „8391106“ ist neben dem GLE nun auch für den GLS (beide BR 167) vorgesehen, Aktion „8391105“ zusätzlich zur A- (BR177) auch für die B-Klasse (BR 247).

Im ersten Fall geht es weltweit um knapp 26.000 (Deutschland: 2.109) Luxus-SUV aus dem Produktionszeitraum August 2018 bis Juli 2020, im zweiten um 1.538 (D: 832) Autos der beiden Einstiegsbaureihen. Eine halbstündige Prüfung und Korrektur des Kondenswasser-Ablaufs der Klimaanlage soll mögliche Kurzschlüsse beziehungsweise Kriechströme künftig ausschließen. Bei der A- und B-Klasse steht gegebenenfalls auch noch ein Tausch des Luftverteilergehäuses an.

Befestigungsbügel für den Kindersitz könnte fehlen

Aus dem Produktionszeitraum 30. Juli bis 12. September 2020 stammen jene 2.868 CLA- und A-Klasse-Modelle, die bereits seit Februar einbestellt werden. Das ursächliche Problem mit der Isofix-Verankerung ist ebenfalls nicht neu, allerdings unterscheidet sich die Fehlermeldung diesmal etwas: In Deutschland könnte bei 897 Autos der Baureihen 118 und 177 der rechte Bügel zum Befestigen des Kindersitzes auf der rechten Seite des Fonds fehlen. "Der vorgesehene Werkstattaufenthalt für die Prüfung und gegebenenfalls Nacharbeit des Isofix-Halters wird circa 60 Minuten in Anspruch nehmen", kündigte der Sprecher an. Der interne Rückrufcode lautet hier „9195002“.

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 Niko Ganzer

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Freier Journalist