Neuaufstellung Voges Automobile wächst und bereitet Nachfolge vor

Von Yvonne Simon 2 min Lesedauer

Voges Automobile bietet über 30 Mitarbeitern des geschlossenen Opel-Betriebs Georg Schmidt eine berufliche Zukunft. In dem Zuge konnte das unabhängige Mehrmarken-Autohaus auch die Nachfolge klären.

Mehr als 30 Beschäftigte des ehemaligen Opel-Betriebs Georg Schmidt in Wilhelmshaven finden bei Voges Automobile einen neuen Arbeitplatz.(Bild:  Voges Automobile)
Mehr als 30 Beschäftigte des ehemaligen Opel-Betriebs Georg Schmidt in Wilhelmshaven finden bei Voges Automobile einen neuen Arbeitplatz.
(Bild: Voges Automobile)

Das Autohaus Voges aus Wilhelmshaven wächst von 70 auf über 100 Mitarbeiter und stellt gleichzeitig die Weichen für einen Generationenwechsel in der Geschäftsführung. Wie aus einer Mitteilung des Mehrmarkenbetriebs hervorgeht, sei es den Geschäftsführern Helmut und Frank Voges nach monatelangen Gesprächen gelungen, eine langfristige, neue Struktur zu entwickeln.

Kern des Vorhabens ist die Übernahme von 30 bis 35 Mitarbeitern des Opel-Autohauses Georg Schmidt, das Mitte des Jahres den Betrieb eingestellt hat. Die Gespräche mit Voges kamen auf Initiative der Schmidt-Belegschaft zustande. Sie suchte eine Möglichkeit, als eingespielte Mannschaft zusammenzubleiben. Vier Vertreter haben sich demnach im Januar an Helmut Voges gewandt. Aus dem ersten Gespräch sei ein Konzept entstanden, das die berufliche Zukunft der Schmidt-Beschäftigten mit der Nachfolge im Familienunternehmen Voges verbindet.

Zwei Führungskräfte aus der bisherigen Schmidt-Mannschaft sollen künftig als Gesellschafter und Geschäftsführer Verantwortung übernehmen. Helmut und Frank Voges wollen den Übergang begleiten und ihre Erfahrung einbringen. Die abschließenden Vereinbarungen werden der Mitteilung zufolge derzeit vorbereitet.

Zentrum für Unfallschadeninstandsetzung soll entstehen

Einen Schwerpunkt der Neuaufstellung bildet der Ausbau der Lackier- und Karosserieabteilung zu einem Zentrum für Unfallschadeninstandsetzung. Hier sollen künftig 10 bis 15 Beschäftigte arbeiten. Eine eigene Schadensabteilung soll die Abwicklung von der Fahrzeugannahme und Reparaturkalkulation über die Abstimmung mit der Versicherung bis zur Reparatur und Organisation eines Ersatzwagens koordinieren. Die Lackierarbeiten erfolgen im eigenen Haus.

Die vorhandenen Räume und betrieblichen Einrichtungen in Wilhelmshaven bieten ausreichend Platz, um beide Mannschaften zusammenzuführen. Das wirtschaftliche Konzept sei gemeinsam mit Wirtschaftsprüfern und Steuerberatern entwickelt und mit Finanzierungspartnern erörtert worden. Die Familie Voges will die Übernahme zudem ermöglichen, indem ein Teil des Kaufpreises schrittweise gezahlt wird.

Seit sieben Jahren Indimo-Partner

Den bisherigen Opel-Kunden will das Autohaus mit dem Schritt Kontinuität bieten. Zum Team gehören Opel-Service- und Diagnosetechniker sowie Meister mit langjähriger Markenerfahrung. Das Autohaus hat einen Vertrag als autorisierter Opel-Servicepartner beantragt, die Entscheidung darüber steht noch aus. Außerdem könnte ein Servicevertrag mit Nissan sowie eine Vertriebs- und Servicepartnerschaft mit dem chinesischen Fabrikat Leapmotor hinzukommen. Letztere würde Voges vom Autohaus Georg Schmidt übernehmen.

Das Autohaus Voges war in der Vergangenheit Vertragspartner zahlreicher Marken, darunter Nissan, Renault, Volvo und VW. Geblieben ist ein Ford-Servicevertrag und seit sieben Jahren eine Partnerschaft mit Indimo, einem Importeur verschiedener chinesischer Fabrikate. Darüber hinaus ist Voges Partner des Mehrmarkenkonzeptanbieters EGA (Einkaufsgemeinschaft Automobile). Die EGA ermöglicht Voges unter anderem Zugriff auf ein großes, markenunabhängiges Fahrzeugangebot.

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