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VW erwartet großen Ansturm auf den ID Neo

| Autor: Christoph Seyerlein

Ab dem 8. Mai können Kunden das erste Modell der neuen VW-Elektrofamilie ID vorbestellen. Vertriebsvorstand Jürgen Stackmann rechnet mit großem Interesse – und kündigt einen Paradigmenwechsel im Handel an.

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Die Reservierungsphase für den VW ID Neo – hier noch als Studie – startet am 8. Mai.
Die Reservierungsphase für den VW ID Neo – hier noch als Studie – startet am 8. Mai.
(Bild: Seyerlein/»kfz-betrieb«)

VW hat am Mittwoch den Termin für den Startschuss zum Pre-Booking des ID Neo verkündet: Ab dem 8. Mai können Kunden die Launch Edition des ersten Autos der künftigen Elektro-Familie des Herstellers vorbestellen. Der offizielle Marktstart des Fahrzeugs wird Anfang 2020 sein.

Vertriebsvorstand Jürgen Stackmann rechnet mit einem großen Ansturm auf den VW ID Neo. „Wenn ich das Interesse unserer Händler an der ID-Familie sehe, halte ich es für möglich, dass wir mit der Launch-Edition ausverkauft sind, ehe wir den ID im September enthüllen“, sagte der Manager.

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Angaben zu Auslieferungszielen für das Elektroauto machte VW wie gewohnt nicht. Markenchef Ralf Brandstätter betonte zum wiederholten Male lediglich, dass der Einstiegspreis „unter 30.000 Euro“ liegen werde. Nach dem ID Neo werden in den Jahren darauf weitere Derivate der neuen Produktfamilie auf den Markt kommen.

Jürgen Stackmann sagte dazu: „2021 folgt unser Elektro-SUV ID Crozz. Ein Auto, auf das die Welt wartet. Und 2022 kommt dann der Elektro-Bulli ID Buzz. Die Sehnsucht nach jenem Fahrzeug ist ebenfalls groß.“

„Bringen eine Art zweite Franchise zu unseren Händlern“

Mit der ID-Familie ändert sich nicht nur das Produktportfolio, sondern auch die Vertriebsstrategie der Wolfsburger grundlegend. Stackmann sagte am Mittwoch: „Mit dem ID werden wir eine Art zweite Franchise zu unseren Händlern bringen.“ VW will dabei deutlich digitaler agieren als bislang, der Hersteller arbeitet an einem „Ökosystem“, über das er dem Kunden neue Angebote wie functions on demand oder Over-the-air-Updates machen kann. Außerdem soll die Konfiguration der VW-Modelle deutlich vereinfacht werden, den ID Neo sollen sich Kunden online mit nur zehn Klicks zusammenstellen können.

Aus Stackmanns Sicht ist das ein Paradigmenwechsel. „Es wird nicht mehr nur um das Was – also die Modelle selbst – gehen, sondern auch darum, wie wir unsere Autos verkaufen.“ Durch die neuen Händlerverträge eröffnet sich VW die Möglichkeit, direkter mit Kunden in Kontakt zu treten. Dem Direktvertrieb hatten Stackmann und der neue Deutschlandchef Holger Santel am Rande des Genfer Automobilsalons Anfang März aber eine Absage erteilt. Beide Manager betonten zudem, dass der Handel aus ihrer Sicht geschlossen hinter der Elektro-Strategie der Wolfsburger stehe.

Mehr zur Elektro-Strategie von Volkswagen lesen Sie in unserer Print-Ausgabe 14, die am 5. April erscheinen wird, und zeitgleich in unserem PLUS-Fachartikel-Bereich.

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