Wachstumsstrategie VW fokussiert auf US-Markt und prüft Range Extender

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Im zweitgrößten Automarkt, in den USA, ist VW bislang unterrepräsentiert. Die aktuelle Schwäche in China offenbart das Problem um so mehr. Nun bekräftigt Konzernchef Oliver Blume zum Amtsantritt von Donald Trump eine US-Wachstumsstrategie des Herstellers.

VW will unter anderem mit Modellen wie dem Scout Terra in den USA Marktanteile gewinnen.(Bild:  VW/Andrew Trahan)
VW will unter anderem mit Modellen wie dem Scout Terra in den USA Marktanteile gewinnen.
(Bild: VW/Andrew Trahan)

Der Volkswagen-Konzern setzt weiter auf starkes Wachstum in den USA. Diesen Kurs sieht Konzernchef Oliver Blume durch den Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump nicht gefährdet. „Der nordamerikanische Markt spielt für uns eine große Rolle. Er ist zentraler Bestandteil unserer Wachstumsstrategie“, sagte der Chef von Europas größtem Autobauer der „Braunschweiger Zeitung/Wolfsburger Nachrichten“.

Durch die Stärkung des US-Geschäfts will Volkswagen unabhängiger werden vom chinesischen Markt. „Ich halte es für extrem wichtig, in allen Regionen ein starkes Standbein zu haben, um das Geschäft des Volkswagen-Konzerns flexibler und robuster aufzustellen“, sagte Blume. Vorbild dieser Strategie sei die Konzerntochter Porsche.

Blume verweist auf starkes Engagement

In den USA investiere der Konzern 15 Milliarden Dollar, in Kanada 5 Milliarden. Das sei ein „extrem starkes Statement für Nordamerika“, betonte Blume. Unternehmen, die sich so stark engagieren, sollten von niedrigen Zöllen profitieren. Trump hat hohe Zölle auf Einfuhren aus Mexiko und Kanada angekündigt. Dort betreibt beziehungsweise errichtet VW bereits Produktionsstätten.

„Wir werden mit der neuen US-Administration in bewährter Weise zusammenarbeiten“, sagte Blume. Man sehe, dass auch viele US-Firmen eng verwurzelt seien mit Kanada und Mexiko. „Wir haben in Donald Trumps erster Amtszeit einen wirtschaftlich denkenden Präsidenten kennengelernt, der sich positioniert, der polarisiert und dann konsequent in die Umsetzung geht.“

Der Konzernchef kündigte an, dass der Einsatz von Range Extendern auch für Volumenmodelle geprüft werde, darunter die E-Modelle der Marke VW. Dabei handelt es sich um kleine Verbrennungsmotoren, die die Batterie von E-Autos laden und damit die Reichweite erhöhen.

Diese Technik soll zuerst bei der US-Tochter Scout eingesetzt werden. „Der Range Extender ist ein gutes Argument, um den Kunden in der Übergangsphase zur E-Mobilität die Reichweitenangst zu nehmen und ihnen den Einstieg zu erleichtern“, sagte Blume.

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