Recycling VW startet Hochlauf für Auto-Demontage in Zwickau

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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In Zwickau werden fortan nicht mehr nur neue Autos gebaut, sondern auch Altfahrzeuge zerlegt und recycelt. Damit ist der Standort einmal mehr Vorreiter im VW-Konzern.

Ausbau des Motors eines alten Volkswagen T6, bevor dieser demontiert wird.(Bild:  Volkswagen)
Ausbau des Motors eines alten Volkswagen T6, bevor dieser demontiert wird.
(Bild: Volkswagen)

Volkswagen fährt in Zwickau die serienmäßige Demontage von Gebrauchtwagen hoch. Umbau und Genehmigungsverfahren seien in nur neun Monaten abgeschlossen worden – drei Monate früher als geplant, teilt das Unternehmen mit. Für 2027 ist geplant, 4.100 Fahrzeuge verschiedener Konzernmarken im Zwei-Schicht-Betrieb zu zerlegen. Nach früheren Angaben wird die Zahl schrittweise auf bis zu 15.000 Autos im Jahr 2030 steigen. Auch die Zahl der Jobs in diesem Segment soll von zunächst 100 auf dann bis zu 1.000 wachsen.

Einerseits würden Fahrzeuge neu aufbereitet, so das Unternehmen. Andererseits würden Originalteile von Fahrzeugen gewonnen und über den Handel und Werkstätten vertrieben. Dazu zählen etwa Türen, Kotflügel, Räder, Scheinwerfer, Getriebebauteile und Motoren. Zudem sollen Rohstoffe für die Verwendung in Neuwagen recycelt werden – etwa Kunststoffe. Denn die EU schreibt vor, dass künftig in neuen Fahrzeugen ein Teil des verwendeten Kunststoffes aus recycelten Material stammen muss.

Investitionen von bis zu 90 Millionen Euro

Das Unternehmen will bis zu 90 Millionen Euro in das neue Zentrum für Kreislaufwirtschaft am Standort Zwickau investieren. Das Geld fließt in den Umbau, technische Anlagen und Anwendungen der Künstlichen Intelligenz. Sachsen fördert das Vorhaben mit bis zu 10,7 Millionen Euro.

Die Zwickauer Autofabrik mit aktuell rund 8.000 Beschäftigen war im Volkswagen-Konzern bereits Vorreiter beim Umstieg auf die Elektromobilität. 2020 ist dort der letzte Verbrenner vom Band gelaufen, seither ist das Werk komplett auf E-Autos der Marken Volkswagen, Audi und Cupra ausgerichtet. Allerdings gehört es neben Emden, Hannover und Neckarsulm zu den vier deutschen Standorten von VW und Audi, in denen die Zukunft der Autoproduktion derzeit ungewiss ist.

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