Weller-Filialleiter unterschlägt 450.000 Euro

Redakteur: Jens Rehberg

Ein ehemaliger freier Händler geht pleite und heuert dann bei Auto Weller in Bielefeld an. Dort greift er nach Bargeld.

Die Staatsanwaltschaft Bielefeld hat Anklage gegen den ehemaligen Filialleiter von Auto Weller in Bielefeld (Toyota, Lexus), Thomas N., erhoben. Nach einem Bericht der „Neuen Westfälischen“ soll der Kaufmann aus Minden in 32 Fällen insgesamt 453.000 Euro unterschlagen haben.

Wie der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft der Zeitung sagte, könne davon ausgegangen werden, dass der Angeklagte mit dem Geld Schulden begleichen wollte, die aus seiner früheren gescheiterten Tätigkeit als selbstständiger Autohändler stammten.

Der ehemalige Filialleiter des Autohauses an der Eckendorfer Straße in Bielefeld soll Barzahlungen von Autokäufern bis zu 41.000 Euro für sich behalten und versucht haben, den Betrug durch ein System aus „Luftbuchungen“ zu verschleiern.

Burkhard Weller: „Das Controlling hat funktioniert“

Der Chef der Autohandelsgruppe, Burkhard Weller, sagte auf Anfrage von »kfz-betrieb ONLINE«, die Machenschaften hätten drei Monate angehalten, bis die Firmenzentrale Auffälligkeiten bemerkt habe und eingeschritten sei. „Das Controlling hat funktioniert, aber Herr N. hatte eben ein sehr ausgeklügeltes kriminelles System“, so der Firmenchef. Gegen kriminelle Energie könne und wolle er sein Geschäft nicht gänzlich abschotten, da das die Flexibilität des Unternehmens beschneiden und den Filialleitern den Spaß am Geschäft nehmen würde.

Thomas N. hatte das Toyota-Autohaus von Januar 2005 bis Dezember 2007 geleitet. Der Beschuldigte war am Mittwoch für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Den Presseberichten zufolge hat er bereits ein notarielles Schuldanerkenntnis unterschrieben.

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