Wilhelm Burg Gruppe: Bildungskonzept ist Chefsache

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Nachdem im ersten Schritt die gruppenübergreifenden Werte ermittelt waren, galt es, die Differenzierung der einzelnen Handelsmarken zu erarbeiten. Für die Geschäftsführung ist dies zwingend notwendig, „da eine Premiummarke wie Mercedes-Benz für andere Ideale steht als eine Volumenmarke namens Toyota“. Heute dient dieses Wissen als Entscheidungsgrundlage nicht nur bei Investitionen, sondern auch im Umgang mit Mitarbeitern und Kunden. Das Wertekonzept zieht sich inzwischen wie ein roter Faden durch die gesamte Wilhelm Burg Gruppe.

Das zeigt sich zum Beispiel bei der Mitarbeiterentwicklung. Die Qualität des Personals in den Betrieben hat für Hötte eine entscheidende Bedeutung für den Erfolg des Unternehmens. „Wir schauen bei einer Betriebsübernahme intensiv auf die Mannschaft“, erläutert er. Deren Qualifikation sei ihm wichtiger als der Invest. Denn nur, wenn die Kunden vertrauen zu den Mitarbeitern hätten, blieben sie einem Autohaus treu. Das sei insbesondere in einem rückläufigen Markt wichtig.

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Begehrte Branchenpreise

Dass die Wilhelm Burg Gruppe auch im Onlinebusiness als Benchmark zu sehen ist, bewies der Sieg beim Internet Sales Award 2009 von »kfz-betrieb«. Das Unternehmen setzte sich mit seinem Internetauftritt unter www.beresa.degegenüber 200 Bewerbern durch und erhielt den Branchenpreis im Rahmen der IAA 2009 in Frankfurt. Die Homepage ihres Unternehmens lade zum Mitmachen ein, erläuterte Petra Tünte-Hardeweg, verantwortlich für Marketing, Kommunikation und Kundenmanagement.

Geringe Fluktuation

Diesen Preisen liegt eine hohe fachliche Kompetenz zugrunde. Das Unternehmen fördert auch die sozialen Stärken seiner Mitarbeiter. „Unsere Strategie gefällt den Mitarbeitern“, betont Hötte. „Das merken wir gerade in schwierigen Zeiten, weil unsere Mannschaft zusammenhält und die Fluktuation gering ist.“ Diese Motivation ist das Ergebnis eines ausgeprägten Personalmanagements. Die Gruppe bietet ihren Mitarbeitern umfangreiche Weiterbildungsmöglichkeiten und führt gerade ein internationales Austauschprogramm für Azubis in den USA, England und den Vereinigten Arabischen Emiraten aus. Für dieses Engagement erhielt die Wilhelm Burg Gruppe im Mai 2009 unlängst den Bundesbildungspreis. „Die kontinuierliche Weiterentwicklung des leistungsorientierten Bildungskonzepts ist in unseren Häusern Chefsache“, sagt Hötte.

Konzentration auf wenige Marken

Eine weitere Strategie ist für die Münsteraner Autohandelsgruppe, sich ausschließlich auf die Marken Mercedes-Benz/Smart und Toyota zu konzentrieren. „Um ein Fabrikat erfolgreich zu führen, benötigen wir ein Volumen von 1.000 Neuwagen. Nur dann können wir unsere Stärken ausspielen“, erläutert Spiegelhalter: „Deshalb überprüfen wir ständig, ob unser Netz ausgewogen ist in Sachen Kosten und Marktdurchdringung. Unser Ziel kann nur sein, dass jeder Standort rentabel ist.“ Deshalb schließt er auch nicht aus, künftig die Zahl der Filialen dem schrumpfenden Markt anzupassen.

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