Eine ungenutzte Werkstattstunde pro Tag kann sich auf Zehntausende Euro Umsatzverlust summieren. Mit einem dreistufigen Analyse-Tool will Promotor solche blinden Flecken im Werkstattalltag aufdecken.
Sinkende Wartungshäufigkeit, wartungsarme Elektrofahrzeuge und steigende Kosten setzen das Werkstattgeschäft unter Druck.
(Bild: Promotor)
Wie aus dem DAT-Report 2026 hervorgeht, auf den sich das Beratungsunternehmen Promotor (ebenfalls Teil der DAT-Gruppe) beruft, sank die Wartungshäufigkeit im vergangenen Jahr auf durchschnittlich 0,97 Arbeiten pro Fahrzeug (2024: 1,03). Besonders spürbar ist dieser Rückgang der Werkstattkontakte bei batterieelektrischen Fahrzeugen (0,89) im Vergleich zu Benzinern (0,95) und Dieseln (1,04).
Parallel zu den sinkenden Frequenzen steigen jedoch die Kosten. So kletterten die durchschnittlichen Wartungskosten auf 542 Euro, Reparaturen schlagen mittlerweile mit mehr als 600 Euro zu Buche. Zudem öffnet sich die Preisschere auf dem Reparaturmarkt weiter: Während die Stundenverrechnungssätze branchenweit um rund sieben Prozent jährlich steigen, wuchs der preisliche Abstand zwischen Markenbetrieben und freien Werkstätten von 37 Euro im Jahr 2020 auf aktuell 64 Euro an.
Um Betrieben, Herstellern und Importeuren in diesem Marktumfeld eine datenbasierte Ertragssteuerung zu ermöglichen, bringt Promotor drei aufeinander aufbauende Analyse-Instrumente auf den Markt. Das Angebot umfasst die Module „Service Report“, „Service Briefing“ und das „Aftersales Performance Cockpit“. Als Grundlage für die Auswertungen nutzt der Beratungsanbieter die Informationen aus dem DAT-Datalake sowie die Kalkulationen aus dem System Silver-DAT 3. Diese Marktdaten verknüpft Promotor nach eigenen Angaben anschließend mit den Referenzwerten aus seiner langjährigen Erfahrung in Aftersales-Projekten, um konkrete Handlungsempfehlungen für das Management abzuleiten.
Der erste Baustein, der „Service Report“, richtet sich an Fahrzeughersteller und Importeure. Er analysiert Werkstattnetze anhand von Kalkulationsvolumen, Schadenarten, Fahrzeugsegmenten, Teilepreisen, Stundenverrechnungssätzen und Versicherungsgeschäft. Die Ergebnisse lassen sich nach Region, Betriebsstruktur und Zeitraum vergleichen. Welche finanzielle Hebelwirkung in diesen Daten steckt, zeigt Promotor an einem Rechenbeispiel: Rechnet ein Betrieb 165 Euro statt 157 Euro pro Stunde ab, ergibt sich bei 10.000 verrechneten Jahresstunden ein Umsatzplus von 80.000 Euro – bei exakt gleichem Arbeitsaufwand. Auch bei der Werkstattauslastung liegt oft Geld brach: Geht einem Betrieb aufgrund schlechter Terminplanung täglich nur eine produktive Stunde verloren, summiert sich der entgangene Umsatz bei 235 Arbeitstagen auf rund 39.000 Euro im Jahr.
Das zweite Modul „Service Briefing“ bricht die Auswertung auf den einzelnen Betrieb herunter. Mit dem System lassen sich die betriebsinternen Teilepreise, Kalkulationsmuster und Verrechnungssätze direkt mit dem regionalen Wettbewerb vergleichen. Auf Basis dieser Standortdaten lassen sich laut Promotor bestehende Abläufe spürbar optimieren: Steigt etwa die Produktivität einer Werkstatt durch geänderte Prozesse von 82 auf 87 Prozent, sind ohne zusätzliches Personal Erlöse im fünfstelligen Bereich möglich. Gleiches gilt für die Serviceberater am Empfang: Werden sie von administrativen Verwaltungsaufgaben entlastet und holen durch die gewonnene Zeit für die Kundenberatung nur einen zusätzlichen Werkstattauftrag pro Tag herein, kann der Jahresumsatz um mehrere zehntausend Euro steigen. Die Ergebnisse der Analyse werden anschließend mit der Betriebsleitung besprochen, um konkrete Maßnahmen und Verantwortlichkeiten festzulegen. Die in der Mitteilung genannten zusätzlichen Umsatzpotenziale beruhen auf Modellrechnungen und lassen sich nicht pauschal auf jeden Betrieb übertragen.
Das Aftersales Performance Cockpit (APC) dient der laufenden Steuerung. Es stellt Kennzahlen wie Kundenbindung, durchschnittlichen Auftragswert, Produktivität und Deckungsbeitrag dar. Zielwerte und eine Ampellogik sollen Abweichungen sichtbar machen. Auf operativer Ebene betrachtet das System mögliche Ursachen, etwa bei Werkstattauslastung, Terminplanung, produktiver Arbeitszeit, Auftragsstruktur oder Teileverfügbarkeit. Der Beratungsprozess reicht laut Anbieter von der KPI-Analyse über Workshops und Maßnahmenplanung bis zum fortlaufenden Monitoring.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.