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World Skills 2015: Alexander Lion tritt an

Autor / Redakteur: Edgar Schmidt / Edgar Schmidt

Der frisch gekürte Bundessieger startet für das Deutsche Kfz-Gewerbe bei der Berufe-WM World Skills 2015 in Brasilien. Das Ticket hat der Saarländer beim Fünf-Länder-Cup in Südtirol errungen.

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Konzentriert für Deutschland: Alexander Lion tritt für das Kfz-Gewerbe bei den Worldskills 2015 an.
Konzentriert für Deutschland: Alexander Lion tritt für das Kfz-Gewerbe bei den Worldskills 2015 an.
(Foto: Schmidt)

Für Alexander Lion waren die vergangenen zehn Tage wirklich ereignisreich. Am 14. November erkämpfte sich der 20 jährige Kfz-Mechatroniker aus Merzig im Saarland den Bundessieg im Praktischen Leistungswettbewerb. Schon eine Woche später, am 22. November, erarbeitete er sich beim Fünf-Länder-Cup im Südtiroler Bozen sein Ticket für die World Skills 2015 im August in Sao Paulo, Brasilien.

Beim Fünf-Länder-Cup küren die Kfz-Verbände aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Liechtenstein und Südtirol traditionell ihre Teilnehmer für die Berufsweltmeisterschaften. Für Deutschland waren in diesem Jahr gleich zwei Alexanders am Start: Alexander Lion und Alexander Bausch. Der Schleswig-Holsteiner hatte beim Leistungswettbewerb 2013 den dritten Platz belegt.

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Beide trafen in Bozen auf starke Konkurrenz und landeten letztlich im Mittelfeld. Lion erreichte 511 von 600 Punkten. Bei der Weltmeisterschaft werden die Kandidaten mit dieser Punktzahl mit einem Medallion of Excellence geehrt. Dieses Resultat bescherte ihm letztlich das Ticket nach Sao Paulo. Den Fünf-Länder-Cup gewonnen hat Jean Trotti (Schweiz) vor Elmar Valentin (Südtirol) und Fabian Britt (Liechtenstein).

Der Wettbewerb fand in den gut ausgestatteten Räumen der Bozener Berufsschule für Handel und Industrie statt. Das Team um Dietmar Mock, Ausbildungsobmann des Südtiroler Kfz-Verbandes, und Fachlehrer Heinrich Trienbacher hatte zehn äußerst anspruchsvolle Aufgaben erarbeitet, für die die Teilnehmer jeweils nur eine halbe Stunde Bearbeitungszeit hatten. Das Spektrum reichte von der Fahrwerksvermessung über Motor- und Komfortelektronik bis hin zur Getriebeinstandsetzung. Gefragt waren hier Know-how sowohl in der Fahrzeugelektrik und -elektronik als auch in der Mechanik sowie ein gutes Systemverständnis.

Der Weg war das Ziel

Um wirklich die Besten aus dem gut ausgebildeten Teilnehmerfeld selektieren zu können, waren die Aufgaben bewusst schwer gewählt, sodass es fast unmöglich war, jede Aufgabe in der zur Verfügung stehenden Zeit komplett zu lösen. Deshalb bewerteten die Experten primär auch nicht die Zahl der gefundenen Fehler, sondern den Weg der Fehlersuche sowie den Umgang mit den Unterlagen und Testgeräten. Denn die richtige Diagnosestrategie ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Arbeit im Kfz-Gewerbe.

Deshalb nutzen die teilnehmenden Länder diesen Wettbewerb als Standortbestimmung in puncto Kfz-Ausbildung und als festen Bestandteil zur Vorbereitung auf die Berufe-WM. Denn er zeigt sehr deutlich die Stärken und Schwächen der Teilnehmer auf. So können sie für die World Skills gezielt geschult werden.

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