World Skills 2017: Wettkampf in der Wüste

Autor / Redakteur: Edgar Schmidt / Edgar Schmidt

Mit respektablen Leistungen haben die Teilnehmer aus den Fahrzeugberufen die World Skills 2017 in Abu Dhabi bewältigt. Über eine Bronzemedaille konnte sich Fahrzeuglackierer Jonas Heinze freuen. Der Deutsche Kfz-Mechatroniker Sebastian Knopf erkämpfte sich eine „Medal of Excellence“.

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Sebastian Knopf konnte sich einen Platz im vorderen Mittelfeld erkämpfen.
Sebastian Knopf konnte sich einen Platz im vorderen Mittelfeld erkämpfen.
(Bild: WorldSkills Germany)

Vier intensive Wettkampftage mit 22 Stunden höchster Konzentration, Zeitdruck und Anspannung vor Zehntausenden Besuchern: Das waren die World Skills 2017 in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Insgesamt waren in diesem Jahr rund 1.300 Teilnehmer aus 59 Ländern und Regionen in 51 Disziplinen angetreten. Darunter auch vier Vertreter aus Fahrzeugberufen: Kfz-Mechatroniker Sebastian Knopf, Kaosseriebauer Mirko Betz, Fahrzeuglackierer Jonas Heinze sowie Land- und Baumaschinenmechaniker Andreas Enzensberger.

Knopf konnte sich mit seinen Leistungen eine „Medal of Excellence“ erkämpfen. Der 22-jährige Kfz-Mechatroniker von Auto Hübner in Kaiserslautern (Rheinland-Pfalz) trat gegen 35 internationalen Kandidaten an und landete mit Platz 14 im oberen Mittelfeld. Er war bereits bei den Euro Skills im Dezember 2016 in Göteborg angetreten und hatte dort Bronze gewonnen. Die Medaillenränge wurden bei den Kfz-Mechatronikern – wie in vielen anderen Berufen auch – von Asiaten dominiert. Gold ging an Min-Heng Chen aus Chinese Taipei, Silber an Wenhao Yang aus China sowie Bronze an Yuya Shimohara aus Japan und Muhammad Asyraff Yusni aus Malaysia.

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Der internationale Wettbewerb der Kfz-Mechatroniker für Nutzfahrzeuge wurde bei den World Skills zum ersten Mal ausgetragen. Andreas Enzensberger vom Bildungscenter München erstritt in der Disziplin „Heavy Vehicle Maintenance“ Platz 11 von 16. Auf dem Siegertreppchen ganz oben stand hier Adrian Krähenbrühl aus der Schweiz, gefolgt von Nikolai Larionov aus Russland und Søren Lykke Døssing aus Dänemark.

Zwei Medaillen für deutschen Fahrzeuglackierer

Gleich über zwei Medaillen konnte sich Jonas Heize freuen: Der Fahrzeuglackierer aus dem hessischen Brechen trat gegen 25 Konkurrenten an und sicherte sich mit seiner Arbeit die Bronzemedaille. Zusätzlich wurde er als Punktbester im deutschen Team mit dem Titel „Best of Nation“ geehrt. Gold ging hier an Yingcheng Jiang aus China und Silber an Daryl Head aus Großbritannien. Ebenfalls Bronze bekamen der Schweizer Maurus von Holzen und der Franzose Enzo Barragato.

Auch Karosseriebauer Mirko Betz kann sich über eine „Medal of Excellence“ freuen. Der 21-Jährige belegte in einem Teilnehmerfeld aus 24 Wettstreitern den sechsten Platz. Hier holte sich mit Shanwei Yang ebenfalls ein Chinese die Goldmedaille. Silber ging an Heiko Zumbrunn aus der Schweiz und Bronze an Andrew Gault aus Großbritannien.

Gute WM-Bilanz

Die deutsche Nationalmannschaft war mit 42 Frauen und Männern aus Industrie, Handwerk und Dienstleistungsbereich bei den 44. World Skills angetreten. Insgesamt blickt das deutsche Team nach Ansicht von Huber Romer, Geschäftsführer von World Skills Germany, auf eine gute WM-Bilanz: 24 Teilnehmer konnten sich über Auszeichnungen freuen. Mit drei Silber-, zwei Bronze- und 19 Excellencemedaillen kehrt mehr als die Hälfte der deutschen Teilnehmer mit einer WM-Auszeichnung in die Heimat zurück. „Natürlich kann man sich immer mehr Medaillen wünschen“, bilanziert Romer mit Blick auf die Ergebnisstafel aus Sicht der Deutschen. „Wir sehen dennoch einen großen Fortschritt bei der Ausarbeitung und Weiterentwicklung unserer Trainingskonzepte, die auf einen längeren Zeitraum ausgelegt sind. Jetzt gilt es, das Abschneiden in Abu Dhabi genau zu analysieren und zu bewerten und die richtigen Schlüsse für die nächsten Wettbewerbe zu ziehen.“ 2019 finden die Berufe-Weltmeisterschaften World Skills im russischen Kazan statt.

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