Würzburger Karosserietage: Organobleche sind die Zukunft

Autor / Redakteur: Karl Damschen / Dipl. Ing. (FH) Konrad Wenz

Bereits heute sind kombinierte Faserverbundwerkstoffe aus zwei oder mehreren Materialien (Organobleche) im Einsatz. Der Werkstatttag in Würzburg am 18.6.2011 zeigt, wo die neuen Materialien verbaut werden.

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Schon heute setzt die Automobilindustrie Magnesiumbleche als Dachverstärkung ein.
Schon heute setzt die Automobilindustrie Magnesiumbleche als Dachverstärkung ein.
( Archiv: Vogel Business Media )

Organobleche und Multi-Material-Mischbauweise: Wer vermutet, dass es sich hierbei um Materialien handelt, die erst in den nächsten Jahrzehnten zum Einsatz kommen, wird während der Würzburger Karosserietage am 18. Juni 2011 eines Besseren belehrt. Bereits heute sind kombinierte Faserverbundwerkstoffe aus zwei oder mehreren Materialien (Organobleche) im Einsatz.

Es handelt sich um Karosseriebauteile mit hoher Festigkeit und einem starken Energieabsorptionsvermögen. Wieder einmal steht der Leichtbau im Vordergrund der Karosserietage, die die Fachzeitschrift »kfz-betrieb« gemeinsam mit den Sponsoren Carbon, Carisma und Dekra am 18. Juni 2011 durchführt.

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Leichtbauteile weisen ein deutlich reduziertes Gewicht im Vergleich zu Stahl- und Aluminiumteilen auf und wirken sich auf die Unfallinstandsetzung aus. Praktische Beispiele sind Front- und Rearend des BMW M3 und der Untergurt im Frontend des neuen Audi A8. Lässt sich an solchen Bauteilen überhaupt noch etwas instandsetzen? Die Antworten auf diese Frage liefert der Werkstatttag in Würzburg.

Neues Material: Magnesiumblech

Magnesium-Druckgussteile sind bekannt, aber Magnesium-Blech? Der Grund für den Einsatz als Karosseriebauwerkstoff ist einfach: Hohe Festigkeitseigenschaften, geringe Wandstärken und bis zu 40 Prozent Gewichtsreduzierung gegenüber einem Kunststoffteil. Als Anwendungsbeispiele aus dem Karosseriebau seien Dachrahmen- und Türinnenverstärkungen genannt. Auch hier erhalten die Besucher des Werkstatttages Hinweise zur Instandsetzung.

Die hochqualifizierten Referenten sind aus dem Tagungsprogramm unter www.kfz-betrieb.de/wuerzburger-karosserietage ersichtlich. Passend dazu wird das Moderatoren-Duo Konrad Wenz, Ressortleiter Service und Technik der Fachzeitschrift »kfz-betrieb« und Karl Damschen, Inhaber des Ingenieurbüros Damschen wieder durch einen ereignisreichen Tag führen. Die Spezialisten der Fahrzeughersteller ermöglichen einen gezielten karosserietechnischen Streifzug durch die wichtigsten Anforderungen im Rahmen der Kfz-Unfallschaden-Instandsetzung. Die Teilnehmer bekommen während der Diskussionsrunden Gelegenheit, eigene Fragen zu stellen.

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