ZDK feiert 25 Jahre Ost-West-Zusammenschluss

Autor / Redakteur: Christoph Baeuchle / Andreas Grimm, Andreas Grimm

Mit Stolz blickt das Kfz-Gewerbe auf die vergangenen 25 Jahre seit dem Zusammenschluss zum gesamtdeutschen ZDK zurück. Entscheidend für die Einheit war die Solidarität.

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Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbands des deutschen Handwerks, gratulierte dem ZDK zu dessen Beitrag zur deutschen Einheit.
Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbands des deutschen Handwerks, gratulierte dem ZDK zu dessen Beitrag zur deutschen Einheit.
(Foto: Zietz)

Den Zusammenschluss der ZDK-Verbände in Ost- und Westdeutschland, den beide Seiten vor 25 Jahren vollzogen, nutzte das Kfz-Gewerbe, um im Rahmen einer Feierstunde in Berlin auf die Vergangenheit zurück- und in die Zukunft vorauszublicken. „Das Kfz-Gewerbe hat allen Grund zu feiern“, sagte Iris Gleicke, Parlamentarische Staatssekretärin, vor rund 75 Gästen. Die Branche habe in den vergangenen Jahren viel geleistet, stehe aber auch vor neuen Herausforderungen. „Das Kfz-Gewerbe hat allen Grund, stolz zu sein.“

Aus Sicht der Beauftragten für die neuen Bundesländer ist nach 25 Jahren deutscher Einheit „noch längst nicht alles im Butter“, schließlich gebe es noch deutliche Unterschiede zwischen Ost und West. Aber „wir haben unglaublich viel erreicht in diesen Jahren – und den Rest schaffen wir auch.“

25-Jahre Wiedervereinigung im Kfz-Gewerbe
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In ihrem Vortrag verwies Gleicke auf die beiden großen Themen, die derzeit die Schlagzeilen beherrschen: Volkswagen und die Flüchtlingskrise. Sie sieht die Aufnahme der Menschen zunächst als Akt der Humanität, doch mittel- und langfristig berge dies eine echte Chance. Gerade „in Ostdeutschland wirkt sich der demographische Wandel wesentlich früher und intensiver aus als in Westdeutschland.“

Beim kriminellen Abgasskandal von Volkswagen forderte die Mittelstandbeauftragte eine lückenlose Aufklärung. Allerdings kritisierte sie auch die Häme in manchen Kommentaren. „Das haben die Beschäftigten und diejenigen, die das Unternehmen aus der Krise führen wollen, nicht verdient.“ Es gehe bei Volkswagen nicht um eine Frittenbude, sondern um einen deutschen Spitzenkonzern.

Beim Blick in die Zukunft forderte die Mittelstandsbeauftragte, sich den Herausforderungen zu stellen. Viele der kleineren und mittleren Unternehmen hätten mit der Digitalisierung „nicht viel am Hut“.

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Auch Holger Schwannecke, Generalsekretär beim Zentralverband des Deutschen Handwerks, sieht auf die handwerklichen Betriebe zahlreiche Herausforderungen zukommen. Der beschleunigte Wandel mit Globalisierung und Digitalisierung bringe zahlreiche Herausforderungen mit sich, biete aber auch viele Chancen.

„Das Kfz-Gewerbe ist wie das Gesamthandwerk auf einem guten Pfad“, stellte Schwannecke klar. 37 Prozent der Betriebe spreche von einer guten Geschäftslage. „Weil die Situation wirtschaftlich gut ist, müssen wir nun die Weichen richtig stellen. Es gibt eine Menge zu tun“, sagte der ZDH-Generalsekretär mit Blick auf Fachkräftesicherung, berufliche Bildung, Selbstverwaltung und Digitalisierung.

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