ADAC testet Schneefahrhilfen

Redakteur: Jens Rehberg

Die gute alte Kette geht immer – sieben Mal „gut“ – aber was ist mit den neuen Textilprodukten?

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Im aktuellen Schneekettentest des ADAC hat erstmals ein Textilprodukt die Note „gut“ erreicht. Dieselbe Note schafften sieben von acht getesteten Stahlketten. Durchgefallen ist das Reifenspray „Snow Grip“. Das im Direktvertrieb für zehn Euro erhältliche Spray hält nach Angaben der ADAC-Tester nur wenige hundert Meter, danach sei das Produkt vom Reifen abgefahren. Das Spray verleite demnach dazu, ein Fahrzeug in Betrieb zu nehmen, das schon nach kurzer Zeit nicht mehr sicher zu bewegen sei.

Die Ergebnisse im Detail zum Download finden Sie rechts neben diesem Beitrag.

Testsieger ist aufgrund hervorragender Verschleißwerte und einfacher Montage die Stahlkette Pewag „Servo“ (Note 1,8). Die Walmec „Klack & Go New“ erreichte ebenfalls die Note 1,8. Die feingliedrige Kette hat gute Werte auf allen Oberflächen. Die Thule CS-10 (2,0) könne laut ADAC selbst nach einer Frostnacht problemlos vom Reifen abgenommen werden.

Die Rudmatic „Hybrid“ (2,0) ist eine Stahlkette, die mit textilen Elementen kombiniert wurde. Sie hat eine gute Traktion auf Eis und sehr gute Verschleißeigenschaften. Die Schnellmontagesysteme Rud „Centrax“ (2,1) und die neue Thule „K-Summit“ (3,0) zählen im Test ebenfalls zu den Schneeketten. Sie erwiesen sich in der Montage und Demontage als recht gut. In den Leistungen auf Schnee und Eis liegen sie allerdings hinter den anderen Ketten.

Das neue „Easy Grip“ von Michelin aus Kunststoffseilgeflecht lieferte im Test „sensationelle Traktionswerte“ auf Schnee. Aber: Bei Geschwindigkeiten über 40 km/h gab es Probleme mit dem Halt auf dem Rad. Zudem sei die Montage nicht ganz leicht, so der Automobilclub. Außerdem besteht das Textilprodukt den Verschleißtest nicht. Insgesamt reichte es gerade noch für ein „gut“ (2,4).

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