Audi: „Auch 2019 wird von WLTP geprägt sein“

Marke startet mit Absatzminus ins neue Jahr

| Autor: Christoph Seyerlein

Audi-Vertriebsmanager Martin Sander.
Audi-Vertriebsmanager Martin Sander. (Bild: Stefan Bausewein)

Audi hat im Januar weltweit rund 144.650 Neuwagen ausgeliefert. Wie der Hersteller am Freitag mitteilte, bedeutete das im Vergleich zum Vorjahresmonat ein Minus von drei Prozent. Der VW-Tochter macht vor allem die Umstellung auf den Prüfzyklus WLTP in Europa weiter schwer zu schaffen.

Deutschland-Vertriebschef Martin Sander, der aktuell operativ den gesamten Vertriebs- und Marketingbereich der Ingolstädter verantwortet, sagte: „Auch 2019 wird geprägt sein von der Umstellung auf den WLTP-Prüfzyklus und der Vorbereitung auf die nächste Stufe des Prüfverfahrens.“ Aktuell habe Audi 129 Motor-Getriebe-Varianten nach WLTP homologiert, das Angebot im Konfigurator wachse ständig. Erst kürzlich hatte aber Volkswagen-Konzernvertriebsleiter Christian Dahlheim eingeräumt, dass der Autobauer weitere WLTP-Probleme für 2019 nicht komplett ausschließen könne.

Elektrifizierung im Mittelpunkt

Sander äußerte sich mit Blick auf die kommenden Monate aber auch hoffnungsvoll. Gerade bei der Elektromobilität will der Hersteller Tempo machen. „Bei Audi wird dabei vor allem das Thema Elektrifizierung im Mittelpunkt stehen. Wir werden drei rein-elektrische Modelle an den Start bringen und unser PHEV-Portfolio deutlich ausbauen.“

Neben dem Audi E-Tron handelt es sich bei den rein elektrischen Modellen um den E-Tron Sportback sowie den Q2 L E-Tron, den es vorerst allerdings nur in China geben wird. Neue Plug-in-Hybrid-Modelle will das Unternehmen auf dem Genfer Autosalon im März präsentieren. Mit den Auslieferungen des Audi E-Tron will der Hersteller im März beginnen, kürzlich hat er bereits verkündet, einen eigenen Ladeservice für seine Kunden bereitzustellen.

Die ersten Monate 2019 muss Audi aber noch ohne Elektro-Angebot meistern. Der Absatzrückgang im Januar war vor allem auf Europa zurückzuführen. Dort lieferten die Ingolstädter 55.300 Neuwagen aus und damit 8,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Positive Ausnahme war Deutschland mit 23.359 Einheiten und einem Plus von 1,5 Prozent.

Die anderen beiden wichtigsten Audi-Märkte, China und die USA, entwickelten sich unterschiedlich. In China wuchs die Marke um 5,1 Prozent und lieferte mit 64.000 Einheiten nach eigenen Angaben mehr Neuwagen aus als jemals zuvor in einem Januar. In den USA fiel der Absatz dagegen auf 14.253 Einheiten (-1,8 %).

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