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Ausverkauf in Polen

Autor / Redakteur: Josef Trzionka / Silvia Lulei

In Polen richtet sich das Alter eines Fahrzeugs nicht nach Produktionsmonat und -jahr, sondern nach dem Kalenderjahr. Das ist der Grund, weshalb viele Händler im ersten Quartal eines Jahres mit großen Abverkaufsaktionen ihre Bestände abbauen.

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Bis zu 21.000 Zloty Rabatt kündigt ein VW-Händler in Warschau groß an. Umgerechnet sind das etwa 4.800 Euro.
Bis zu 21.000 Zloty Rabatt kündigt ein VW-Händler in Warschau groß an. Umgerechnet sind das etwa 4.800 Euro.
(Bild: Trzionka)

Jeweils zum Beginn eines neuen Jahres starten in Polen große Abverkaufsaktionen für Neuwagen mit Rabatten von 20 Prozent und mehr. Das liegt daran, dass die Autos mit dem neuen Kalenderjahr automatisch ein Jahr älter werden. Die polnische Besonderheit ist nämlich, dass dort nur das Produktionsjahr zählt und nicht, wie in fast jedem anderen Land, der Monat der Produktion. Hat eine Fabrik beispielsweise im November 2016 zwei Pkws produziert, von denen einer nach Deutschland und der andere nach Polen gekommen ist, dann ist der „deutsche“ Wagen jetzt drei Monate alt, der „polnische“ aber schon ein Jahr.

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Jeweils im ersten Quartal eines Jahres bauen die polnischen Autohändler konsequent ihre Bestände ab. Händler von Premiummarken wie BMW, Audi, Mercedes-Benz, Porsche oder Volvo agieren dabei eher zurückhaltend. Sie kommunizieren ihre Preisnachlässe selten öffentlich; das passiert eher individuell im direkten Kundengespräch. Die besten Schnäppchen machen Kunden gegen Ende des Ausverkaufs im Februar und März. Da gibt es schon mal Rabatte von um die 25 Prozent. Mittlerweile wissen auch viele deutsche Kunden davon und suchen in Polen gezielt nach preisgünstigen Neuwagen. Ein BMW 116i beispielsweise kostet umgerechnet 21.623 Euro (inkl. 23 % MWSt), in Deutschland ab 23.350 Euro. Ein Opel Insignia kostet in Deutschland um die 25.000 Euro, in Polen liegt der Preis mit 30 Prozent Rabatt bei 16.700 Euro (inkl. 23 % MwSt.).

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