BMW-Zweirad-Jubiläum Bayern in Berlin

Von Steffen Dominsky 2 min Lesedauer

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Vor 60 Jahren begann in Berlin-Spandau eine Erfolgsgeschichte, die bis heute währt. Was im September 1966 mit der Montage der ersten BMW R 60/2 begann, entwickelte sich über sechs Jahrzehnte zu einem hochmodernen Industriestandort.

Das Spandauer Werk ist außerdem ein bedeutendes Zulieferwerk für die Pkw-Produktion von BMW. Seit 1979 werden dort nicht nur Zweiräder, sondern unter anderem sämtliche Bremsscheiben für alle Pkw-Modelle von BMW produziert.(Bild:  BMW AG)
Das Spandauer Werk ist außerdem ein bedeutendes Zulieferwerk für die Pkw-Produktion von BMW. Seit 1979 werden dort nicht nur Zweiräder, sondern unter anderem sämtliche Bremsscheiben für alle Pkw-Modelle von BMW produziert.
(Bild: BMW AG)

1966 startete BMW parallel zur Motorradproduktion in München die Montage von Motorrädern in seinem Berliner Werk und verlagerte diese im Verlauf der Jahre immer weiter. Ihren Abschluss fand die Verlagerung der gesamten Motorradproduktion von München nach Berlin im Jahr 1969, dem offiziellen Geburtsjahr des BMW-Motorradwerks in Berlin. Damals fertigten rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter pro Tag etwa 30 Motorräder. Heute sorgen über 2.600 Mitarbeitende dafür, dass täglich rund 900 Motorräder und e-Scooter die Berliner Produktionslinien verlassen.

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Das Werk ist selbst ist jedoch deutlich älter, fast 100 Jahre, um genau zu sein. Bereits 1928 errichtete die Firma Siemens & Halske ein Flugmotorenwerk im Berliner Ortsteil Haselhorst und stellte dort Sternmotoren her. 1936 wurde der Geschäftszweig als Brandenburgische Motorenwerke GmbH (Bramo) von Siemens ausgegliedert. BMW kaufte 1939 die Bramo und fertigte bis Kriegsende auf dem Gelände Flugmotoren. 1949 begann die Fertigung von Motorradteilen für das Münchner Stammwerk. Als Ende der 60er die steigenden Produktionszahlen der Kfz-Sparte in München eine Verlegung der Motorradproduktion erforderlich machte, fiel die Wahl auf das Berliner Zulieferwerk.

Ausstellung noch bis November

Bereits in den ersten Jahren etablierte sich Berlin als Zentrum der BMW-Motorradproduktion. Mit Modellen wie der legendären BMW R 90 S sowie der Einführung der BMW R 80 G/S im Jahr 1980 entstanden in Berlin Fahrzeuge, die neue Segmente begründeten und Motorradgeschichte schrieben. Gleichzeitig entwickelte sich der Standort kontinuierlich weiter: Neue Montagehallen, moderne Fertigungsanlagen und eine steigende Fertigungstiefe schufen die Grundlage für nachhaltiges Wachstum. So erwarben die Bayern im Dezember 2012 ein 39.000 m2 großes, benachbartes Areal als Erweiterungsfläche. 2015 verkündete die BMW Group Investitionen von über 100 Millionen Euro in das Werk. Im Fokus der Investitionen standen der Ausbau der Lackiererei und ein neues Logistikzentrum. Dieses wurde 2018 vollständig in Betrieb genommen und umfasst eine Fläche von 30.000 m2 auf zwei Ebenen, die direkt mit den ebenfalls zweigeschossigen Montagehallen verbunden sind.

Heute ist das Berliner Werk weit mehr als ein reiner Produktionsstandort. Als Leitwerk der internationalen Motorradproduktion von BMW Motorrad übernimmt es eine zentrale Rolle im globalen Produktionsverbund. Mit den Standorten in Brasilien und Thailand ist das internationale Produktionsnetzwerk über die Jahre kontinuierlich gewachsen. Vom BMW Group Werk Berlin aus werden Produktanläufe im Netzwerk gesteuert sowie neue Technologien und neue Produktionskonzepte vorangetrieben. Das Werk Berlin zählt heute zu den wichtigsten Industriearbeitgebern der Hauptstadtregion. Über 2.600 Beschäftigte tragen täglich zum Erfolg des Standorts bei. Übrigens: Eine kleine Zeitreise durch die letzten sechs Jahrzehnte können Mitarbeitende sowie Besucherinnen und Besucher des Werks in Berlin-Spandau im Rahmen einer Ausstellung auf dem Werksgelände noch bis Mitte November dieses Jahres erleben.

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