VW-TFSI Schrott ab Werk: Die 200-bar-Falle am VW 1.8 TFSI

Von Steffen Dominsky 4 min Lesedauer

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Und wieder ist es passiert: Produkte von Unternehmen, deren Namen einst für Qualität bei Ersatzteilen standen, entlarvt Burkard Wild mittels Speicheroszilloskop-Diagnose als „defekt aus der Schachtel“ – dieses Mal eine Hochdruck-Kraftstoffpumpe.

Nagelneu und „Schrott“: Diese Hochdruckpumpe aus dem Aftermarket hätte fast das Kraftstoff-Rail gesprengt.(Bild:  Burkard Wild)
Nagelneu und „Schrott“: Diese Hochdruckpumpe aus dem Aftermarket hätte fast das Kraftstoff-Rail gesprengt.
(Bild: Burkard Wild)

Die unendliche Geschichte minderwertiger Ersatzteile geht in die nächste Runde. Diesmal war es ein Audi A4 mit 1,8-Liter-TFSI-Motor, den Motoren- und Diagnosefachmann Burkard Wild auf die Hebebühne bekam. Der eigentliche Kundenauftrag lautete: klassische Motorüberholung aufgrund des bekannten VW-Konzern-Problems bezüglich extremen Ölverbrauchs. Doch der Kunde hatte noch einen weiteren Auftrag in petto, der sich weitaus kniffliger darstellt: Seit geraumer Zeit kämpfte er mit dem permanenten Fehlerspeichereintrag „Rail-/Systemdruck zu hoch“ im Kraftstoffsystem.

Das Frustrierende für den Audi-Besitzer war, dass er im Vorfeld bereits in Eigenregie den Raildrucksensor, die Hochdruckpumpe und diverse andere Komponenten erneuert hatte – allesamt ohne Erfolg. Der Fehler bestand weiterhin hartnäckig. Deshalb bekam Motoren Wild den Zweitauftrag, sich der Sache im Zuge der Motorüberholung anzunehmen.