Citroën will fünf Prozent wachsen

Autor / Redakteur: Christoph Baeuchle / Christoph Baeuchle

Nach rückläufigen Absatzzahlen in 2012 will Citroën Deutschland im laufenden Jahr wieder wachsen. Vor allem im Privatkundenbereich will der Importeur um mehr als ein Viertel zulegen.

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(Foto: Michel)

Citroën will den Abwärtstrend stoppen und 2013 wieder mehr Fahrzeuge verkaufen. „Wir rechnen im laufenden Jahr mit einem Absatz von rund 65.500 Pkw“, sagte Holger Böhme, Geschäftsführer von Citroën Deutschland, im Rahmen einer Händlerveranstaltung in Darmstadt. Dies entspricht einem Plus von knapp 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresergebnis, als die Neuzulassungen bei rund 62.400 Einheiten lagen.

Insgesamt sanken im vergangenen Jahr die Neuzulassungen von Citroën Deutschland um rund 8 Prozent auf 72.000 Pkw und leichte Nutzfahrzeuge. Damit konnten die Franzosen mit der Marktentwicklung nicht mithalten und verloren beim Marktanteil 0,1 Punkte auf 2,2 Prozent.

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Zur positiven Entwicklung im laufenden Jahr soll vor allem der Privatkundenbereich beitragen. Hier wollen die Franzosen um gut ein Viertel wachsen und knapp 22.000 Autos verkaufen. Zudem rechnet der Importeur mit einem Plus im Flottengeschäft.

Dagegen sollen die Eigenzulassungen und die Auslieferungen an Vermieter sinken. 2012 erhöhte Citroën die Eigenzulassungen um 5,6 Prozent auf über 24.000 Einheiten. Damit gingen etwa 40 Prozent der gesamten Neuzulassungen auf das Konto des Importeurs und seiner Vertriebsorganisation.

Zudem will der Importeur den bereits eingeschlagenen Weg der Höherpositionierung seiner Marke weiter vorantreiben. Wesentlicher Bestandteil ist die DS-Reihe: „Ihr Anteil am Gesamtabsatz soll im laufenden Jahr auf rund 20 Prozent steigen“, betonte Böhme. Im vergangenen Jahr lag der Anteil bei rund 18 Prozent, 2011 waren es noch 11 Prozent.

Zum weiteren Wachstum soll das DS3 Cabrio beitragen, das Anfang März in den Handel kommt. Von dem Auto mit Faltdach, das gegen die Cabrio-Modelle von Mini und Fiat 500 antritt, will Citroën 2013 rund 2.300 Einheiten in Deutschland verkaufen. Der Preis liegt bei rund 17.800 Euro.

„Wir müssen die DS-Linie weiter nach vorne bringen“, sagte Hermann Bleker, Chef der Bleker-Gruppe aus Borken. Die Pläne von Citroën seien okay, müssten nun aber in den nächsten Monaten umgesetzt werden. Ein Wachstum von einem Viertel im Privatkundenbereich hält der Händler aus dem Münsterland für machbar: „Entscheidend dafür sind die Bestandskunden.“

Gerade hier gibt es für Citroën noch Nachholbedarf. Lag die Loyalitätsquote Anfang 2011 noch bei 55 Prozent, liegt sie nun mit 44 Prozent rund 5 Punkte unter dem Branchenschnitt. „Wir haben von heute auf Morgen 10 Punkte verloren“, bedauerte Marketing-Chefin Sevilay Gökkaya. „Hier müssen wir handeln und zu unserer alten Stärke zurück.“

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