CMT: Wohnmobilbranche in bester Stimmung

Autor / Redakteur: Jan Rosenow / Jan Rosenow

Die deutsche Caravaningindustrie hat 2011 einen Rekordumsatz vorgelegt, teilte ihr Verband CIVD auf der Stuttgarter Tourismusmesse CMT mit.

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Bereits am ersten Messewochenende besuchten mehr als 60.000 Gäste die CMT.
Bereits am ersten Messewochenende besuchten mehr als 60.000 Gäste die CMT.
( Messe Stuttgart )

Mit einem Rekordumsatz von 5,76 Milliarden Euro hat die deutsche Caravaningindustrie – also die Hersteller von Reisemobilen und Wohnanhängern – das Jahr 2011 abgeschlossen. Das teilte die Branchenorganisation Caravaning Industrieverband (CIVD) am Montag auf einer Pressekonferenz anlässlich der Stuttgarter Tourismusmesse CMT mit. Damit seien die Auswirkungen der Finanzkrise von 2008 endgültig überwunden.

Insgesamt stellten die deutschen Produzenten im vergangenen Jahr über 80.000 Freizeitfahrzeuge her, davon knapp 38.000 Wohnmobile. Deren Produktion wuchs mit 22,5 Prozent deutlich stärker als die der Wohnanhänger. „Hält dieser Trend an, dann werden schon in wenigen Jahren erstmals mehr Reisemobile als Caravans in Deutschland produziert“, sagte Hans-Karl Sternberg, Geschäftsführer des CIVD.

Trend geht zum Luxus

Auf der CMT präsentieren sich in diesem Jahr 82 Produzenten, die 750 Wohnmobile und -anhänger mitgebracht haben – darunter 81 Neuerscheinungen. Der Trend geht zu immer mehr Komfort und Ausstattung – gleichzeitig müssen die Fahrzeuge aber leichter, aerodynamischer und sparsamer werden. Das zwingt die Hersteller dazu, mehr Leichtbaumaterialien und moderne Fügeverfahren einzusetzen. So lösen etwa glasfaserverstärkte Kunststoffe Aluminium und Holz ab und Schraubverbindungen werden durch Klebenähte ersetzt.

Der Leichtbau ist von geradezu existenzieller Bedeutung für die Hersteller größerer Fahrzeuge, weil der Pkw-Führerschein seit Ende der neunziger Jahre nur noch für Fahrzeuge mit maximal 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht gilt – vorher waren es 7,5 Tonnen. Die Branche versucht deshalb zur Zeit, die Gewichtsgrenze wenigstens auf 4,25 Tonnen anzuheben. Bei den Gespannen (Zugfahrzeug plus Caravan) ist ihr dies schon gelungen – 2013 tritt die entsprechende Regelung in Kraft.

Neben dem Trend zu Größe und Luxus zeigt die CMT weitere Entwicklungstendenzen im Wohnmobilbau. Eine ganze Halle war für „Vans“ reserviert: So nennt die Branche Fahrzeuge, die die komplette Karosserie eines Kleintransporters verwenden und auf hohe und breite Aufbauten verzichten. Die Spanne der Basisfahrzeuge reicht vom VW T5 bis zu Fahrzeugen wie Renault Master oder Mercedes Sprinter. Käufer dieser vergleichsweise kompakten Mobile sind meist Kunden, die das Auto auch im Alltag nutzen wollen.

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