Desaströser April macht sich auch in der Auto-Bestsellerliste bemerkbar

Deutliche Einschläge in der Statistik

| Autor: Christoph Seyerlein

In guten Monaten ist der VW Golf in Deutschland schon mal für deutlich über 15.000, manchmal gar 20.000 Neuzulassungen gut. Im April kam er nun auf gerade einmal 5.681.
In guten Monaten ist der VW Golf in Deutschland schon mal für deutlich über 15.000, manchmal gar 20.000 Neuzulassungen gut. Im April kam er nun auf gerade einmal 5.681. (Bild: Volkswagen)

Der deutsche Automarkt ist im April im Zuge der Corona-Krise um 61,1 Prozent eingebrochen. Das hinterlässt auch in der Liste der meistzugelassenen Fahrzeuge des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) Spuren. Zu den „Gewinnern“ zählten in diesem bizarren Monat von den Bestsellern einige Fahrzeuge, die etwas weniger als 40 Prozent ihres Volumens im Vergleich zum Vorjahresmonat einbüßten.

Dazu zählten der Mini, der BMW 3er, der Audi A7 und der Porsche 911. Andere Fahrzeuge lagen trotz noch deutlich heftigerer Verluste an der Spitze ihres Segments. Beispielsweise die Mercedes-Benz B-Klasse: Ihr Absatz rauschte im Vergleich zum April 2019 um 87,4 nach unten, dennoch reichte es mit 387 Neuzulassungen zu Platz eins bei den Mini-Vans. Alle Erstplatzierten der einzelnen Segmente im April zeigt folgende Bildergalerie:

Verglichen mit dem März 2020 gab es in zwei Fahrzeugklassen einen Führungswechsel: Der VW Up löste den Fiat 500 bei den Minis ab. In der Oberklasse verdrängte der Audi A7 den BMW 7er von der Spitze.

Absoluter Bestseller war auch im April der VW Golf. An ihm lässt sich die Corona-Krise allerdings ebenfalls gut ablesen. In guten Monaten ist das Modell in Deutschland für deutlich über 15.000, manchmal gar 20.000 Neuzulassungen gut. Nun kam der Golf auf lediglich 5.681 Einheiten. Im Vergleich zum Vorjahresmonat bedeutete das ein Minus von fast 70 Prozent. Die achte Golf-Generation, die bereits vor Corona nicht so recht ins Laufen kam, hat damit immer schwerer zu kämpfen.

SUVs überholen Kompaktklasse wieder

Zulassungsstärkstes Segment waren im April die SUVs. Nach mehreren Monaten hinter der Kompaktklasse zogen sie mit einem Marktanteil von 20,3 Prozent wieder an den Kompakten vorbei (Marktanteil: 20,1 %).

Sämtliche Fahrzeugklassen lagen im vergangenen Monat im Minus. Am stärksten schlug die Krise bei den Mini-Vans ein, die im Vergleich zum April 2019 um 84,3 Prozent an Volumen verloren. Nur wenig besser lief es bei den Minis (-78,7 %) und den Großraum-Vans (-70,3 %). Noch am glimpflichsten kamen die Geländewagen mit einem Minus von 45,9 Prozent davon.

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