Interview E-Fuels sollten nur übergangsweise in den Autotank

Von Doris Pfaff

Welche Rolle können E-Fuels, die etwa der ZDK für eine sofortige CO2-Entlastung präferiert, für den Autoverkehr spielen? Für Jorgo Chatzimarkakis vom Verband Hydrogen Europe und Berater der EU-Kommission muss ein anderer Energieträger her.

Jorgo Chatzimarkakis vom europäischen Verband für Wasserstoff hält nur einen Weg für sinnvoll, um die Klimaziele zu erreichen: den der Technologieoffenheit. Dazu gehören auch E-Fuels, die übergangsweise in den Autotanks landen könnten.
Jorgo Chatzimarkakis vom europäischen Verband für Wasserstoff hält nur einen Weg für sinnvoll, um die Klimaziele zu erreichen: den der Technologieoffenheit. Dazu gehören auch E-Fuels, die übergangsweise in den Autotanks landen könnten.
(Bild: Hydrogene Europe)

E-Fuels werden mitunter als Heilsbringer für die Verbrennungsmotoren gehandelt, andererseits wegen des hohen Energieverbrauchs bei der Herstellung verteufelt. Zudem scheinen Fahrzeuge, die mit E-Fuels betrieben werden, nicht sauberer zu sein. Transport & Environment (T & E) legte dazu eine Studie vor, wonach E-Fuels genauso viel Stickoxide (NOx) und mehr Kohlenmonoxid (CO) emittieren. Allerdings gibt es Kritik an der Studie beziehungsweise an den dafür verwendeten E-Fuels.

Redaktion: Können trotz der Kritik an E-Fuels synthetisch hergestellte Kraftstoffe den Bestand der Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor und damit die Technologie an sich retten?

Jorgo Chatzimarkakis: Die Studie wurde sehr sorglos betrieben. T & E hat sich aus meiner Sicht die Rosinen herausgepickt. Deshalb würde ich sie eher als Kampagne und nicht als Studie bezeichnen. Die Kritik an E-Fuels wäre berechtigt, wenn nur in Deutschland hergestellte Energie zur Verfügung stünde und E-Fuels vor allem im Straßenverkehr zum Einsatz kämen. Das ist aber nicht der Plan.