Elektromobilität Entscheidend beim Kauf ist die Reichweite

Autor / Redakteur: sp-x / Sven Prawitz

Einerseits steigen die E-Auto-Verkäufe, gleichzeitig fremdeln viele Kunden noch mit der Technik. Auf welche Kriterien die Kunden besonderen Wert legen, zeigt eine Umfrage. Dabei wird klar: Wenn die Rahmenbedingungen noch besser werden, wird der Absatz deutlich steigen.

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Der Fiat 500 ist ein Verkaufsschlager, aber ob dies für die Elektrovariante auch gelten wird? Der durchschnittliche E-Kunde hätte nämlich gerne mindestens 500 Kilometer Reichweite.
Der Fiat 500 ist ein Verkaufsschlager, aber ob dies für die Elektrovariante auch gelten wird? Der durchschnittliche E-Kunde hätte nämlich gerne mindestens 500 Kilometer Reichweite.
(Bild: Fiat)

Der Kauf eines Elektroautos ist für Autofahrer in Deutschland laut einer Umfrage vor allem von den Punkten Reichweite (58 %) und Preis-Leistungs-Verhältnis (50 %) abhängig. Auch Ladedauer (43 %) und Ladeinfrastruktur (41 %) sind vielen wichtig, die Optik dagegen interessiert kaum jemandem (4 %), wie aus einer repräsentativen Befragung des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Auto-Verkaufsplattform Mobile.de hervorgeht.

Das ideale Elektroauto bietet nach Meinung deutscher Autofahrer mehr als 500 Kilometer Reichweite. Laut einer aktuellen Umfrage des Online-Portals Mobile.de haben sich 79,8 Prozent der Befragten für eine solche Mindestreichweite ausgesprochen. Nur 1,6 Prozent gaben an, dass ihnen die aktuell durchschnittlichen Reichweiten der verfügbaren E-Modelle genügen.

Zu hohe Anschaffungskosten

Als Argument dafür, dass sie sich bisher kein reines E-Auto gekauft haben, führen die meisten allerdings zu hohe Anschaffungskosten ins Feld. Rund 54 Prozent nannten diesen Punkt. Die Reichweite folgt mit 50 Prozent auf Platz zwei. Abschreckend wirken laut Umfrage außerdem eine aus Sicht der Befragten unzureichende Ladeinfrastruktur (38 %) und eine fragwürdige Umweltbilanz (35 %). Etwa 13 Prozent haben zudem Bedenken wegen der Sicherheit.

Werden die wesentlichen Kritikpunkte allerdings noch von den Herstellern beseitigt, geben sich die Befragten deutlich offener für E-Autos: 57 Prozent der Befragten können sich dann vorstellen, auf ein Elektroauto umzusteigen. 30 Prozent lehnen den Kauf eines E-Autos hingegen grundsätzlich ab.

Das Idealbild von E-Autos

Dürften die Befragten ihr Idealbild von der Elektromobilität formen, hätten die Autos deutlich mehr Reichweite als heute. Mit weniger als 500 Kilometern mag sich kaum jemand begnügen, ein knappes Viertel wünscht sich gar mehr als 800 Kilometer. Die Fahrzeuge dürften allerdings nicht mehr kosten als vergleichbare Verbrenner und müssten sich in maximal 30, besser noch 20 oder 10 Minuten laden lassen – und zwar in einem Umkreis von maximal fünf Kilometern oder gern auch gleich direkt vor der Haustür.

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