Oldtimerweltverband FIVA: unterwegs in Frankfurt und Lillehammer

Von Steffen Dominsky 3 min Lesedauer

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Der Fédération Internationale des Véhicules Anciens vertritt die Interessen von Oldtimerbesitzern und allen, die an und mit klassischen Fahrzeugen leben und arbeiten. Entsprechend facettenreich gestaltet sich die entsprechende Verbandsarbeit.

Vertreter aus 24 Ländern trafen sich vom 18. bis 20. September in Lillehammer zur fünften FIVA Paneuropäischen Konferenz zur Automobilgeschichte, die von der Fédération Internationale des Véhicules Anciens (FIVA) ausgerichtet wurde.(Bild:  Fiva)
Vertreter aus 24 Ländern trafen sich vom 18. bis 20. September in Lillehammer zur fünften FIVA Paneuropäischen Konferenz zur Automobilgeschichte, die von der Fédération Internationale des Véhicules Anciens (FIVA) ausgerichtet wurde.
(Bild: Fiva)

Auch der Oldtimerweltverband FIVA (Fédération Internationale des Véhicules Anciens) war kürzlich Teil der Classic Alliance auf der Automechanika Frankfurt und schlug so eine Brücke zwischen der Welt historischer Fahrzeuge und dem modernen automobilen Geschäftsumfeld. Während der Veranstaltung hielten FIVA-Präsident Alberto Scuro und der Senior Vice President für External Relations, Jos Theuns, Vorträge, in denen sie die zentralen Ziele und Aufgaben der Föderation erläuterten. Im Mittelpunkt stand dabei die wachsende Bedeutung des Sektors historischer Fahrzeuge für die heutige Automobilindustrie, insbesondere für Zulieferer, Dienstleister und Aftermarket-Spezialisten. Zudem hoben die beiden die Rolle der FIVA hervor, eine engere Verbindung zwischen der Community historischer Fahrzeuge und der breiteren Automobilbranche zu schaffen.

Das FIVA-Team betonte, dass der Erhalt, die Wartung und die verantwortungsvolle Nutzung historischer Fahrzeuge einen fortdauernden Bedarf an hochwertigen Teilen, spezialisiertem Fachwissen und engagierten Dienstleistungen in der gesamten Automobilbranche schaffen. „Unsere Präsenz auf der Automechanika hat uns die Möglichkeit gegeben, die Bedeutung des Sektors historischer Fahrzeuge und die immer engere Verbindung zwischen unserer Community und der breiteren Automobilindustrie hervorzuheben. Historische Fahrzeuge erfordern hochwertige Teile, spezialisiertes Fachwissen und langfristige technische Unterstützung“, sagte Jos Theuns. „Die sehr positive Resonanz aus der B2B-Community hat bestätigt, dass es erhebliches Potenzial für einen stärkeren Dialog und eine engere Zusammenarbeit zwischen diesen beiden Welten gibt.“

Paneuropäische Konferenz zur Automobilgeschichte

Nur wenige Tage nach der Automechanika in Frankfurt trafen sich Vertreter aus 24 Ländern trafen vom 18. bis 20. September im morwegischen Lillehammer zur fünften FIVA Paneuropäischen Konferenz zur Automobilgeschichte, die man in Partnerschaft mit dem Norwegian Federation for Historic Vehicles (LMK), der nationalen Vertretung der FIVA in Norwegen, organisiert und im Norwegischen Straßenmuseum ausgerichtet hatte. Moderiert von Steve Berry, dem ehemaligen Top-Gear-Moderator, brachte die Konferenz 14 internationale Automobilhistorikerinnen und -historiker sowie Expertinnen, Experten und Enthusiasten zu zwei Tagen voller Forschung, Diskussion und Entdeckungen zusammen, die die außergewöhnliche Breite des automobilen Erbes widerspiegelten. Die Vorträge behandelten Themen aus mehr als einem Jahrhundert Mobilität: vom Hildebrand & Wolfmüller, dem ersten Motorrad der Welt, über frühe Automobilgeschichte und vergessene Auto- und Motorradhersteller bis hin zu skandinavischer Fahrzeugproduktion, Elektromobilität, Motorsport, Fahrzeugzulassungssystemen und historische Ereignissen wie dem Vanderbilt Cup.

Über die Fahrzeuge selbst hinaus untersuchten die Referierenden die Rolle des historischen Motorismus im Tourismus und in der Kultur, die Erfahrung und Bedeutung historischer Fahrzeugveranstaltungen, die Bewahrung des kulturellen Erbes im weiteren Sinne sowie die besondere Beziehung zwischen der Geschichte des Motorismus und Norwegens außergewöhnlichen Straßen. Die Eröffnungssitzung bot zudem Gelegenheit, Anders Klausager und Thomas Ulrich zu würdigen, die die Paneuropäische Konferenz zur Automobilgeschichte im Jahr 2016 gegründet haben. Ihre Vision schuf eine besondere Plattform, auf der Historiker, Forschende und Enthusiasten zusammenkommen, Wissen austauschen und dazu beitragen konnten, das Verständnis des automobilen Erbes zu bewahren und weiterzuentwickeln. „Die weltweite Gemeinschaft der Enthusiasten historischer Fahrzeuge zählt Millionen, aber wenn sich eine kleinere Gruppe hochqualifizierter Expertinnen und Experten sowie leidenschaftlicher Enthusiasten zusammenschließt, entsteht ein außergewöhnlicher Schatz an Spezialwissen. Dieses Erbe zu teilen, zu bewahren und an jüngere Generationen weiterzugeben, steht im Zentrum der Mission der FIVA“, erklärte FIVA-Präsident Alberto Scuro.

Classic Business Day | 18. November 2026

Autos von gestern, Geschäft für morgen: Die Fachtagung für Young- & Oldtimer

Das Expertenmeeting zum Handel mit historischen Fahrzeugen bietet Profis wie auch Einsteigern umfassende Experteneinblicke. Im Fokus stehen diesmal drei große Themen, zu denen es Vorträge sowie eine Diskussionsrunde geben wird: Additive Fertigung (3D-Druck), Smart Repair sowie Reifen & Räder. Veranstaltungsort ist 2026 das Autohaus Hagenlocher in Böblingen.

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