Gefahren: Ford Fiesta Sport

Autor / Redakteur: sp-x / Gerd Steiler

140 PS sind heute kaum der Rede wert. Es sei denn, sie arbeiten in einem Kleinwagen und werden von einem exzellenten Motor entwickelt. Was diese Verbindung bringt, zeigt der Ford Fiesta Sport.

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Der Ford Fiesta Sport positioniert sich unterhalb des Fiesta ST.
Der Ford Fiesta Sport positioniert sich unterhalb des Fiesta ST.
(Foto: Ford)

Ein leichter Kleinwagen, stark, aber nicht übermäßig motorisiert und dies zu einem angemessenen Preis. Es gibt in dieser Klasse nicht viele Angebote dieser Art – aber neuerdings eines mehr: Der ab sofort bestellbare Ford Fiesta Sport ist mit einer neuen Ausbaustufe des viel gelobten 1,0-Liter-Dreizylinders ausgerüstet.

Aus diesem Aggregat haben die Ford-Ingenieure 103 kW/140 PS rausgekitzelt, 15 Pferdchen mehr als in der bisher stärksten Version mit 125 PS. Zwischen diese Variante und den Überflieger Ford ST mit seinen 182 PS schiebt sich der neue Sport. Für 18.700 Euro gibt es mehr als annehmbare Fahrleistungen: 201 km/h beträgt die Höchstgeschwindigkeit, nach neun Sekunden ist Tempo 100 erreicht, das maximale Drehmoment beträgt 210 Newtonmeter. Der offizielle Verbrauch liegt bei 4,5 Liter, was 104 Gramm CO2 je Kilometer entspricht.

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Viel Spaß beim Fahren

So viel sei gleich gesagt: Dieser Wert ist utopisch und wird von einem Autofahrer selbst mit nur Resten von Benzin im Blut niemals auch nur annähernd erreicht werden. Denn dafür macht zügiges Fahren mit dem Sport-Fiesta einfach zu viel Spaß. Das wunderbar dicke Lenkrad in die linke Hand genommen, die Rechte an die Schaltung gelegt und los geht´s. Der Dreizylinder ist ja ein wahrer Wundermotor und daher war es laut Ford auch kein Problem, die Leistung nochmals zu erhöhen, lediglich die Zylinderkopfdichtung musste für die höheren Drücke modifiziert werden.

Und Druck ist hier jederzeit ausreichend vorhanden. Dazu kommt das von Haus aus agile Fahrwerk des Fiesta, hier durch ein Sportfahrwerk und eine um einen Zentimeter tiefer gesetzten Karosserie nochmals verbessert. Der Fiesta Sport wieselt um die Ecken, als gäbe es kein Morgen und es kommt einem in unserer ach so korrekten Zeit vor, als käme dieser Ford direkt aus der Vergangenheit – sagen wir aus den Achtzigern – zu uns geflogen.

Begrenzte Farbwahl

Auch optisch setzt der neue Mini-Sportler Akzente. Es gibt ihn (zunächst) nur in zwei Farbvarianten, mit schwarzer Lackierung und rotem Dach bzw. umgekehrt mit roter Lackierung und schwarzem Dach. Das wird nicht jedem gefallen, aber bestimmt nicht so bleiben. Hinzu kommen 16-Zoll-Leichtmetallräder im Zwölf-Speichen-Design, auf Wunsch auch 17-Zöller. Ob Heckspoiler und Frontspoilerlippe aerodynamisch nötig waren, wissen nur die Fachleute, sie stehen dem kleinen, in dieser Variante stets dreitürigen Kölner aber gut.

Innen gibt es Sportsitze, das schon erwähnte Lederlenkrad, eine Alu-Pedalerie sowie Leder mit roten Ziernähten am Handbremsgriff und Schalthebel. Eine Klimaanlage ist ebenfalls stets an Bord. Gegen Aufpreis werden die üblichen Zutaten offeriert, vom Navi über eine Diebstahlwarnanlage bis hin zu einem schlüssellosen Zugangssystem und dunkel getönten hinteren Scheiben.

Unser mit all diesen Dingen ausgerüstetes Fahrzeug wirkte dabei optisch weniger aufgesetzt, als es diese Zeilen vielleicht ungewollt vermitteln. Der Fiesta Sport ist keine Krawallbüchse, sondern ein ernsthaft-sportlicher Kleinwagen, der einfach sehr viel Spaß macht. Und das ist viel mehr, als heute von den meisten Autos offeriert wird.

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