HAS Antriebstechnik: Gestern Garage, heute Siegertreppchen

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Die „normalen“ Werkstattaufträge werden um diese Arbeiten „herumgeplant“, wie der Chef erklärt. Standards wie der Reifenwechsel gehören zum Angebot, obwohl damit kaum Geld zu verdienen ist. Aber Sascha Hasanovic will in seinem Marktgebiet Rundum-Versorger sein. 150 Rädersätze hat er eingelagert, und aus den Räderwechseltagen resultieren Folgeaufträge „bis Weihnachten“.

Der erste Schritt zur E-Mobilität ist gemacht

Trotz des gut laufenden Aggregategeschäfts ist dem dynamischen Unternehmer klar, dass er sich auf eine Zukunft vorbereiten muss, zu der ein wachsender Marktanteil von Elektroautos gehört – und die haben weder einen Verbrennungsmotor noch ein Wechselgetriebe. Deshalb haben schon zwei seiner Mitarbeiter eine Hochvoltschulung absolviert. Ein BMW i3 dient als Ersatzfahrzeug, und Hasanovic denkt sogar darüber nach, einen Schnelllader mit mindestens 50 kW Leistung auf seinem Gelände zu installieren. Winterberg liegt zwar fernab jeder Autobahn, ist aber ein beliebtes Reiseziel vor allem für niederländische Touristen. Diese dürften sich freuen, wenn sie vor der Abreise ihr E-Auto noch einmal aufladen können.

Im Kerngeschäft der freien Werkstätten, der Reparatur von Fahrzeugen nach Auslauf der Werksgarantie, sieht der Bosch-Partner in Zukunft einen immer härteren Konkurrenzkampf auf sich zukommen. Die Autohersteller versuchten, das Geschäft mit den älteren Fahrzeugen wieder verstärkt in ihre Partnerbetriebe zu holen. Dem stellt er sich, indem er selbst EU-Neufahrzeuge und Jahreswagen verkauft, Finanzierungen anbietet und es den Kunden beim Autokauf möglichst leicht macht: „Bei uns gibt es ein Rundum-sorglos-Paket in Sachen Fahrzeugkauf: Dazu gehören die Abholung des Kunden, neue HU/AU bei Gebrauchten, Anmeldung und Garantie“, berichtet der Inhaber.

Reparaturen lassen sich auf der Website buchen

Der topmoderne Internetauftritt rundet den professionellen Eindruck ab. Unter www.has-antriebstechnik.de findet der Kunde nicht nur umfangreiche Informationen zu den Serviceleistungen des Unternehmens, sondern auch einen Shop für Ersatzteile und Einbauleistungen.

Fazit: „Ich bin Schreiner“, sagt Sascha Hasanovic mit einem Lächeln, wenn man ihn nach seinem Beruf fragt. Die Jury des Deutschen Werkstattpreises ist sicher, dass es der Sauerländer auch in der Welt der Holzbearbeitung weit gebracht hätte. Doch glücklicherweise entschied er sich für die Kfz-Branche, wo er einen richtig guten Job macht. Besonders die Spezialisierung auf Motor- und Getriebeinstandsetzung mit einer bundesweiten Kundschaft hat der Jury imponiert. Doch das beste Lob ist sicher das von Unternehmerkollegen: Die Brüder Peter und Jürgen Schmick, die im 60 Kilometer entfernten Netphen eine freie Werkstatt betreiben und beim Deutschen Werkstattpreis eine Top-Ten-Platzierung erreichten, lassen bei HAS Antriebstechnik ebenfalls Getriebe reparieren. Ihr Kommentar: „Was der Sascha da aufgebaut hat, das ist schon sehr beeindruckend.“ Dem hat die Jury nichts hinzuzufügen.

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