DAT-Barometer Jede fünfte Werkstatt wird nach Schwarzarbeit gefragt

Von Jakob Schreiner 2 min Lesedauer

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22 Prozent der Werkstätten berichten, dass Kunden vermehrt Arbeiten ohne Rechnung wünschen. Das zeigt das aktuelle DAT-Barometer mit dem Schwerpunkt Werkstatt. Als Hauptgrund für das veränderte Kundenverhalten nennen die Betriebe die gestiegenen Werkstattkosten.

Barzahlung ist erlaubt, Arbeit ohne Rechnung nicht: 22 Prozent der Werkstätten berichten, dass Kunden vermehrt danach fragen. (Bild:  Schreiner – VCG)
Barzahlung ist erlaubt, Arbeit ohne Rechnung nicht: 22 Prozent der Werkstätten berichten, dass Kunden vermehrt danach fragen.
(Bild: Schreiner – VCG)

Jede fünfte Werkstatt (22 Prozent) gibt an, dass Kunden vermehrt nach Arbeiten ohne Rechnung fragen. Das geht aus dem aktullen DAT-Barometer für den Oktober 2026 hervor, bei der 413 Werkstätten (frei und markengebunden) online befragt wurden. Wohlgemerkt: Die Frage nach Arbeiten ohne Rechnung ist ein Kundenwunsch, keine Praxis der Betriebe. Er zeigt aber, wie groß der Spardruck inzwischen ist. Und er ist nur das auffälligste Symptom eines größeren Trends.

So melden 92 Prozent der befragten Werkstätten ein im Vergleich zu vor fünf Jahren verändertes Kundenverhalten. Als Grund nennen sie die gestiegenen Werkstattkosten. Von diesen Betrieben berichten 76 Prozent von häufigeren Anfragen nach Kostenvoranschlägen. 72 Prozent sagen, dass Kunden nur noch das Nötigste reparieren lassen. 56 Prozent verzeichnen mehr Preisverhandlungen. Bei 32 Prozent sind die Kunden zunehmend unzufrieden, und 22 Prozent werden häufiger nach gebrauchten Teilen gefragt.

Wenig Aufbruchstimmung für 2027

Entsprechend verhalten fällt der Blick nach vorn aus. Nur jeweils 12 Prozent der Marken- und der freien Betriebe erwarten für 2027 bessere oder deutlich bessere Geschäfte. 44 Prozent der Markenwerkstätten und 47 Prozent der freien Betriebe rechnen mit einem ähnlichen Niveau wie 2026. Einen leichten oder deutlichen Rückgang erwarten zusammen 40 Prozent der Markenbetriebe und 38 Prozent der freien Betriebe. Deutlich rückläufig sehen das nächste Jahr 15 Prozent der Markenwerkstätten, aber nur 9 Prozent der freien Betriebe.

Hohe Investitionen, noch wenig E-Geschäft

Die DAT vermutet, dass sich in dieser Zurückhaltung auch die eigene Kostenlast der Werkstätten spiegelt. Dazu passt, dass 85 Prozent der Betriebe die Investitionen in Werkstatttechnik, E-Mobilität und Ausbildung als „enorm“ bezeichnen. Gleichzeitig haben 56 Prozent noch kaum Reparaturaufträge für E-Autos. Die Hälfte erwartet, dass ihnen durch die Elektromobilität Umsatz fehlen wird, etwa im Ölgeschäft. Eine Stütze bleibt der alternde Bestand: 65 Prozent gehen davon aus, dass er weiter für hohe Auslastung sorgt.

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