Keine Explosion der Rabatte!

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Sehr gute Umsätze mit Winterreifen und bei der Unfallinstandsetzung bescherten dem Unternehmen zudem erfreuliche Serviceumsätze. „Ich rechne aufgrund der im letzten Jahr neu eroberten Umweltprämienkunden mit einem Umsatzplus im Service“, sagt Skoda- und Seat-Händler Hackerott.

Sehr gut verlief der Jahresstart auch im Bochumer Autohaus Wicke. „Wir haben die Neuwagenverkäufe des Jahres 2008 als Ziel unserer Planung angesehen. In den ersten beiden Monaten haben wir 19,5 Prozent mehr Fahrzeuge verkauft. Eine Kaufzurückhaltung bei unserer Marke Volkswagen ist nicht festzustellen“, bilanziert Geschäftsleiter Uwe Gehrmann den Jahresstart. Das gilt ebenso für das Geschäftsfeld Gebrauchtwagen.

„Trotz des harten Winters haben wir im Januar und Februar eine Punktlandung geschafft. Durch die stetig steigenden Temperaturen im März und die damit verbundene gestiegene Kundenfrequenz liegen wir jetzt gar zwölf Prozent über Plan. Die Erträge blieben durch gezielten Zukauf von Werksdienst- und Jahreswagen sowie konsequente Bestands- und Preispolitik im grünen Bereich“, so Gehrmann. Auch im Service startete das Unternehmen gut. Vor allem das Unfallgeschäft boomte. „Hier hat sich unsere hohe Versicherungspenetrationsquote bei Neu- und Gebrauchtwagen bereits sehr positiv ausgewirkt.“

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Volkswagen läuft besser als erwartet

Im niederbayrischen Vilsbiburg lief der Verkauf von Modellen der Marke Volkswagen im ersten Quartal ebenfalls besser als geplant. Audi und Skoda hingegen verkauften sich zäher. Geschäftsführer Michael Ostermaier vom Autohaus Ostermaier verzeichnete jedoch unvermindert hohe Nachlässe, allerdings seien diese nicht höher als in der Vergangenheit. „Das Internet bekommt als Preisverfallstool immer größere Bedeutung“, so Ostermaier.

Erfreulich verlief in den ersten drei Monaten das Geschäft mit Gebrauchtwagen. „Wie liegen deutlich über Plan und haben unsere Erträge um sechs Prozent erhöht.“ Als Grund gibt der Geschäftsführer ein stark verändertes Angebotsspektrum an. So handele das Unternehmen jetzt mehr mit klassischen Gebrauchtwagen (drei Jahre und älter) und weniger mit Jungwagen. Weit über Plan befindet sich derzeit auch der Absatz von jungen Nutzfahrzeugen.

Klaus Fischbach verspürt beim Gedanken an das erste Quartal 2010 sowohl Freude als auch Frust. Der VW/Audi-Servicepartner in Irrel vermittelte vor allem hochwertige Fahrzeuge zwischen 70.000 und 100.000 Euro. „Sowohl hinsichtlich der Stückzahlen als auch der Erträge sind wir deutlich besser als 2009 gestartet“, sagt Fischbach.

Doch leider liegen aufgrund der Grenznähe zu Luxemburg die Rabatte durchweg über zehn Prozent. „Wer weniger CI-Bonus oder auch Volumenbonus bekommt, hat hier schlechte Karten“, erläutert Fischbach. Und: „Mit unseren deutschen Fahrzeugpreisen ist gegen diese ausländischen Händler mit normaler Marge nicht anzukommen. Dies wirkt sich extrem wettbewerbsverzerrend und margenfressend aus!“

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