Mann und Hummel lässt den „Feinstaub-Fresser“ los

Autor / Redakteur: sp-x / Christoph Seyerlein

Nicht zuletzt aufgrund drohender Fahrverbote in deutschen Städten ist Feinstaub derzeit in den Medien sehr präsent. Ein Zulieferer will nun alle Feinstäube filtern, die ein Auto ausstößt.

Anbieter zum Thema

Dieser Kasten auf dem Autodach soll laut Mann+Hummel sämtlichen Feinstaub, den ein Fahrzeug ausstößt, einsammeln.
Dieser Kasten auf dem Autodach soll laut Mann+Hummel sämtlichen Feinstaub, den ein Fahrzeug ausstößt, einsammeln.
(Bild: Mann+Hummel)

Der „Feinstaubfresser“ von Mann und Hummel aus Ludwigsburg wirkt auf den ersten Blick etwas klobig. Der Kasten auf dem Dach des VW Passat hat aber tatsächlich einen Sinn: Er ist eine von drei Techniken, die der Filtrationsspezialist aktuell testet. Dabei scheidet der Filter auf dem Fahrzeugdach Feinstaub von der Umgebungsluft ab – und zwar so viel, wie das Fahrzeug beim Fahren emittiert. Das würde vor allem in Innenstädten helfen, in denen aktuell Fahrverbote drohen.

Zusätzlich zum Feinstaubfilter auf dem Dach bringen die Techniker zwei weitere Filter im Passat unter: Ein neuer Innenraumfilter soll die Passagiere im Cockpit vor verschmutzter Luft schützen. Die Aktivkohlemischung des Filters erreicht laut dem Hersteller einen hohen Abscheidegrad für Stickoxide (NOx) und weitere Schadgase. Die Beschichtung des Filters bindet Ammoniak, während Nanofasern im Inneren vor Feinstaub und Pollen schützen sollen.

Als dritte Filtrationstechnik kommt erstmals ein Bremsstaubfilter zum Einsatz, der verhindern soll, dass feiner Bremsstaub an die Umgebungsluft abgegeben wird. Der Filter sitzt in einem stabilen Gehäuse in unmittelbarer Nähe des Bremssattels. Auslöser für diese Entwicklung sind die vielen Staubpartikel, die beim Bremsen freigesetzt werden und laut Mann und Hummel die Umwelt stärker belasten als die Verbrennung von Kraftstoff. Über 90 Prozent des Bremsstaubes seien zudem feine Partikel, die besonders tief in die Atemwege eindringen können. Der Filter von Mann und Hummel soll für alle Antriebsarten und Fahrzeugklassen anwendbar sein.

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung.

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

(ID:44839210)