Automotive Business Award 2026 Metzger wächst durch Digitalität und Nahbarkeit

Von Dr. Martin Achter 4 min Lesedauer

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Beim Toyota-Autohaus Helmut Metzger greifen digitale Präsenz, persönliche Nähe und starkes Inhouse-Marketing ineinander. Der Dreiklang unterstützt seit Jahren das Wachstum des Familienbetriebs aus Baden-Württemberg – der zu den Gewinnern des Automotive Business Awards 2026 gehört.

Das Autohaus Metzger unterstützt seine Wachstumsstrategie durch digitales Marketing, in dessen Mittelpunkt Nahbarkeit und Authentizität steht. Damit setzte sich das Unternehmen als Gewinner beim Automotive Business Award 2026 durch.(Bild:  Achter – VCG)
Das Autohaus Metzger unterstützt seine Wachstumsstrategie durch digitales Marketing, in dessen Mittelpunkt Nahbarkeit und Authentizität steht. Damit setzte sich das Unternehmen als Gewinner beim Automotive Business Award 2026 durch.
(Bild: Achter – VCG)

Digitale Prozesse konsequent vereinfachen, Kunden- und Bewerberwege aktiv steuern – und dabei die persönliche, familiäre Identität als Unternehmen mit der Belegschaft bewusst leben: Diese Verbindung aus Technologie und Nähe prägt den Wachstumskurs des Toyota-Partners aus Widdern. Das Unternehmen positioniert sich mit diesem Ansatz erfolgreich unter den Gewinnern des Automotive Business Awards 2026 von »kfz-betrieb«. Und der Wachstumskurs mit diesem authentischen Ansatz ist abgesteckt: 2026 will Metzger erstmals eine vierstellige Zahl an Neu- und Gebrauchtwagen verkaufen.

All das ruht auf einem soliden Fundament. Das Unternehmen ist seit über 100 Jahren in Widdern verwurzelt, das Autohaus in heutiger Form wurde 1994 gegründet. Seit 2023 steht Marco Metzger als Geschäftsführer an der Spitze. In den vergangenen Jahren wurde das Geschäft systematisch ausgebaut: Flächenerweiterung, Um- und Anbauten und schließlich im November 2025 die Eröffnung des zweiten Standorts in 20 Kilometern entfernten Öhringen. Für einen familiengeführten Betrieb dieser Größe ist das ein bemerkenswerter Schritt.

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Treiber dieser Entwicklung ist ein klarer Wachstumswille. Während viele Betriebe in den vergangenen Jahren vorsichtiger agierten, hat Metzger investiert – in Standorte, Menschen und Prozesse. Die Zahlen unterstreichen das: von 11 Mitarbeitenden im Jahr 2015 auf 43 im Jahr 2025, davon 17 Neueinstellungen allein im vergangenen Jahr. Parallel stieg der Fahrzeugabsatz (neu und gebraucht) auf 771 Einheiten 2025, nach 702 im Jahr 2024. Für 2026 lautet das Ziel: 1.001 Fahrzeuge über beide Standorte.

Dass Wachstum kein Selbstläufer ist, wurde gerade in den letzten zwei Jahren deutlich. Mehr Kundenzulauf, steigende Servicebedarfe, begrenzte Flächen und Kapazitätsengpässe erhöhten den Druck auf die Betriebsorganisation und das Personal. Marco Metzger formuliert klar, was passiert wäre, wenn das Unternehmen in den vergangenen Jahren nicht auf den Wachstumskurs geschwenkt wäre: „Wenn wir uns nicht weiterentwickelt hätten, hinge an der Fassade heute kein Toyota-Schild mehr.“

Im Zentrum steht die Professionalisierung entlang der gesamten Customer Journey. Das Autohaus arbeitet mit einer barrierefreien, neu aufgebauten Website, mit klaren Informationswegen, Ratgeberinhalten und persönlichem Teambezug. Der Anspruch dahinter: digital auffindbar und nutzerfreundlich sein, ohne austauschbar zu wirken. Marketing-Mitarbeiterin Michelle Messer beschreibt diesen Ansatz so: „Wir digitalisieren uns, ohne uns dabei zu verlieren.“ Und die Versprechen, die das Unternehmen digital abgibt, füllen Mitarbeiter in den Verkaufsräumen und Werkstätten Metzgers jeden Tag auch mit Leben.

Flankiert wird das durch hohe Kommunikationsgeschwindigkeit. Messenger-Kommunikation mit Werkstatt- und Vertriebskunden über die Software Superchat, strukturiert und teamfähig, sorgt für kurze Reaktionszeiten. Dazu kommen QR- und NFC-Kontaktpunkte im Autohaus sowie ein aktives Bewertungsmanagement. Für Metzger ist das kein Selbstzweck, sondern Teil der Vertrauensarbeit. Marketingverantwortliche Lisa Metzger bringt diese Haltung auf den Punkt: „Wir können nicht immer der Günstigste sein, wir müssen auch mit Vertrauen argumentieren.“

Automotive Business Award 2026: Die Gewinner
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Ein zweiter Schwerpunkt liegt in der Personalgewinnung und dort auf der sogenannten Candidate Journey. Ein digitaler Bewerberfunnel, also eine Onlinestrecke für Bewerber, soll Einstiegshürden senken, den Erstkontakt beschleunigen und intern entlasten. Gerade für den Aufbau des Teams am neuen Standort in Öhringen war das entscheidend. Lisa Metzger sagt: „Einen reibungslos funktionierenden Bewerberfunnel zu schaffen, war eine unserer Hauptaufgaben. Hätten wir diesen nicht gehabt, hätten wir niemals so schnell in Öhringen starten können.“ Und Marco Metzger ergänzt mit Blick auf den Personalhochlauf: „Durch das, was wir vorher über Social Media aufgebaut hatten, hatten wir gar kein Problem, Mitarbeiter zu finden.“ Das Team präsentiert sich dort in verschiedenen Kanälen stets nahbar – sodass Bewerber schnell Identifikation entwickeln können.

Entscheidend ist bei der Arbeit der hohe Inhouse-Anteil im Marketing. Inhalte entstehen schnell, nah am Alltag und mit klarer regionaler Aussteuerung. Für Lisa Metzger ist das ein strategischer Vorteil: „Wir machen sehr viel inhouse. Die Ergebnisse mögen nicht immer perfekt wirken, aber wir bleiben auf diese Weise authentisch und schnell.“ Michelle Messer betont die kulturelle Seite: „Wir machen alles selbst, damit unsere Werte nicht verloren gehen.“ Das Ziel sei Sichtbarkeit, aber nicht um ihrer selbst willen: „Wer uns nicht kennt, kann nicht bei uns kaufen“, so Lisa Metzger.

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Wachstum zeigt sich auch in der Ertragsentwicklung: Der Umsatz lag 2024 bei rund 17,4 Millionen Euro und 2025 bei rund 18,7 Millionen Euro. Gleichzeitig hat der Betrieb zusätzliche Ertragssäulen ausgebaut, etwa im Gebrauchtwagengeschäft und in der Unfallschadeninstandsetzung. Rund 250 Fahrzeuge pro Jahr laufen in diesem Bereich durch den Betrieb. Auch hier gilt: Volumen muss prozessual beherrscht werden – vom Zukauf bis zur Werkstattdurchlaufzeit.

Inhaltlich stützt sich Metzger stark auf die Kombination aus Toyota-Markenstärke und eigener Positionierung. Das interne Leitbild „schnell, ehrlich, persönlich, zuverlässig“ zieht sich konsistent durch Kundenansprache, Service und Arbeitgebermarke. Oder, wie Lisa Metzger sagt: „Die Werte beschreiben uns so gut, dass es unser Slogan ist.“

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Der nächste Entwicklungsschritt ist bereits angelegt: Nach der digitalen Transformation folgt der strukturierte Aufbau von KI-gestützten Anwendungen. Das Autohaus arbeitet hier mit einem mehrstufigen Vorgehen aus Analyse, Zielbild und Use-Case-Definition. Marco Metzger formuliert den Anspruch langfristig: „Nur so können wir an strategischen Themen dranbleiben und in fünf Jahren dort sein, wo wir sein müssen.“

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