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Model Y: So fährt sich Teslas neues SUV

| Autor / Redakteur: sp-x / Christoph Seyerlein

Dieses Auto ist so spannend wie früher das Yps-Heft – und je länger man damit fährt, desto mehr Gimmicks entdeckt man. Nicht, dass einen ein Kaminfeuer oder ein Furzkissen wirklich weiter bringt. Aber es macht Spaß, und genau das will Elon Musk beweisen.

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Teslas Model Y soll 2021 nach Deutschland kommen.
Teslas Model Y soll 2021 nach Deutschland kommen.
(Bild: SP-X/Frank Ratering)

Erinnert sich noch jemand an das Yps-Heft? Zu seinen besten Zeiten war das Comic-Magazin so beliebt, dass die Kids beim Zeitungskiosk Schlange standen. Das ist zwar mittlerweile über 30 Jahre her, doch elektrisiert dafür jetzt ein anderes Ypsilon die groß gewordenen Kinder von einst.

Denn unter diesem Namen bringt Tesla jetzt sein wahrscheinlich aussichtsreichstes Modell in den Handel und will mit diesem halbwegs handlichen und noch beinahe bezahlbaren Akku-Auto der Elektromobilität endgültig zum Durchbruch verhelfen. Und genau wie damals im Heft haben auch die Entwickler im Auto ein paar geniale Gimmicks versteckt.

Tesla Model Y: SUV Nummer zwei

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Unsereins wird die allerdings erst spät entdecken – zumindest offiziell. Weil Tesla die Autos für Europa in der Fabrik in Brandenburg bauen will, kommt der Hoffnungsträger frühestens Mitte nächsten Jahres über den Atlantik. Und damit das klappt, müssten sie in Grünheide so langsam mal die Betonmischer anwerfen.

Doch eines der ersten Autos aus der durch Corona dramatisch verzögerten US-Produktion hat es bereits nach Europa geschafft und mit der tatkräftigen Unterstützung des Youtubers und Elektro-Missionars Stefan Moeller von Nextmove haben wir uns für eine erste Ausfahrt hinters Steuer geklemmt.

Zwar mag das Model Y zum Shooting Star auf der Electric Avenue werden und sich besser verkaufen als Model S, X und 3 zusammen. Doch auf den ersten Blick sieht es ziemlich unspektakulär aus – glatt und schnörkellos wie ein abgegriffenes Stück Seife und den anderen Teslas zum Verwechseln ähnlich.

Erst im direkten Vergleich mit dem Dreier erkennt man, dass es sechs Zentimeter länger, sieben Zentimeter breiter und vor allem 18 Zentimeter höher ist. Aber auch das neue Format machen aus dem viertürigen Coupé auf Stelzen keinen rustikalen Geländewagen – aber die sind ja auch von gestern und besser als jeder BMW X4 beweist der Tesla, dass SUV auch sexy sein können.

Sprintvergleich mit einem 911er ist kein Problem

Auch innen kommt einem das Model Y ziemlich vertraut vor: Genau wie im Dreier ist das Cockpit absolut clean und außer den Türöffnern und Fensterhebern gibt es keinen einzigen Schalter mehr, sondern allein den riesigen Touchscreen, der wie ein XXL-Tablet über der Mittelkonsole zu schweben scheint. Und dass man ein bisschen höher sitzt, das merkt man zwar beim Einsteigen, aber leider nicht beim Rausschauen – denn auch von hier oben kann man zum Beispiel den Bug des Tesla nicht sehen. Nur gut, dass es ringsum Kameras gibt.

Auch beim Fahren spürt man kaum einen Unterschied zum Model 3, das gerade mal 1.500 Euro weniger kostet – erst recht nicht, wenn man wie wir im Top-Modell mit Performance-Setup unterwegs ist: Bei zwei Motoren mit zusammen angeblich 450 PS – genaues verrät Tesla wie üblich nicht – ist es egal, ob das Auto jetzt ein, zwei Zentner mehr oder weniger wiegt und man sucht sich besser ein freies Stück Straße für den ersten Kickdown.

Denn wenn das Model Y voll durchbeschleunigt und in 3,7 Sekunden auf Tempo 100 sprintet, hat selbst ein Elfer das Nachsehen. Und selbst wenn das SUV mit maximal 241 km/h nicht ganz so schnell ist wie die Limousine, fährt sie vom Taycan einmal abgesehen allen anderen Elektroautos aus europäischer Produktion locker und lässig davon.

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