PSA-Gruppe kehrt nach Indien zurück

Autor / Redakteur: Christoph Baeuchle / Christoph Baeuchle

Die PSA-Gruppe kehrt gemeinsam mit dem Joint-Venture-Partner CK Birla Group nach Indien zurück. Ab 2020 sollen die ersten Fahrzeuge vom Band laufen. Noch sind viele Fragen offen.

PSA will vom Wachstumsmarkt Indien profitieren.
PSA will vom Wachstumsmarkt Indien profitieren.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Die PSA-Gruppe will gemeinsam mit dem Joint-Venture-Partner CK Birla Group vom Marktwachstum in Indien profitieren. Ab 2020 wollen die beiden Partner gemeinsam Fahrzeuge bauen und verkaufen.

Offen ist, mit welchen Marken und Modellen der französische Hersteller auf den indischen Markt zurückkehrt. „Wir werden in den nächsten zwölf Monaten den Markt analysieren und dann eine Entscheidung treffen“, sagte PSA-Chef Carlos Tavarez im Rahmen einer Pressekonferenz.

Entsprechend ist die künftige Positionierung offen: Geht die PSA-Gruppe mit ihrer Marke Citroën eher ans untere Ende des Marktes, oder will der Konzern mit DS Automobiles von der Premium-Nachfrage profitieren?

Die in Indien produzierten Modelle sollen aus dem bestehenden Portfolio des Herstellers kommen. „Wir produzieren globale Fahrzeuge, die wir an die jeweiligen Märkte anpassen“, betonte Tavarez. Die Erwartungen der Kunden zu treffen, sei entscheidend für den weiteren Ausbau des Joint Ventures.

Geplant sind zunächst zwei Werke, eines für die Produktion von Fahrzeugen und eines für den Bau des Antriebsstrangs. An der Fahrzeugproduktion hält PSA die Mehrheit, am Teilewerk sind die beiden Partner gleichberechtigt beteiligt.

Dabei greifen sie auf bereits bestehende Werke zurück, die entsprechend ausgebaut werden. Rund 100 Millionen Euro investieren die beiden Partner in einem ersten Schritt in das Gemeinschaftsunternehmen. Zwei Drittel davon steuern die Franzosen bei.

Die Fahrzeugproduktion ist zunächst auf 100.000 Einheiten ausgelegt. Die ersten Fahrzeuge sollen als Bausatz geliefert werden. Tavarez sprach von 10.000 bis 15.000 Einheiten, bevor die Produktion richtig hochgefahren wird. Nach und nach sollen die Kapazitäten ausgebaut werden.

„In einem ersten Schritt schaffen wir 1.500 neue Arbeitsplätze“, ergänzte CK Birla, Chef der CK Birla Group. Zudem würden Tausende neue Jobs bei Zulieferern entstehen. Denn von Beginn an wollen die Joint-Venture-Partner die Teile vor Ort kaufen. „Ohne eine extrem hohe Lokalisierung können wir nicht erfolgreich sein“, so Tavarez.

Die CK Birla Group, die mit rund 20.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 1,6 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet, hat bereits Erfahrungen mit Hindustan Motors und Mitsubishi. Über das Mitsubishi-Händlernetz sollen künftig auch die PSA-Fahrzeuge verkauft werden.

Mit den nun geschlossenen Vereinbarungen kehrt die PSA Gruppe nach Indien zurück. Seit den Neunzigerjahren sind die Franzosen auf dem Markt nicht mehr präsent.

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